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Zusammenhang zwischen Inanspruchnahme und Bekanntmachung

Einen Zusammenhang zwischen der Bekanntmachung und der Inanspruchnahme des EA bejahen 92,8 Prozent, wobei 69 Prozent diesen Zusammenhang als eng und 23,8 Prozent als gering einstufen. Betrachtet man die Aussagen über den vermuteten Zusammenhang in Korrelation mit der Anzahl der durchgeführten Kommunikationsmaßnahmen, so zeigt sich, dass diejenigen EAs, die einen engen Zusammenhang annehmen, im Durchschnitt 4,9 Kommunikationsmittel verwendet haben und 35,7 Prozent darüber hinaus noch eine Ausweitung der Kommunikationsmaßnahmen planen. Die Anzahl der durchschnittlich eingesetzten Kommunikationsmittel liegt bei Annahme eines geringen Zusammenhangs bei 2,8 und bei Verneinung eines Zusammenhangs bei 2,0. Die Aussagen über die Intensität der Bekanntmachung anhand der Anzahl der eingesetzten Kommunikationsmittel geben hingegen keinen Aufschluss über die tatsächliche Qualität der Maßnahmen.

Trotzdem lässt dies zumindest darauf schließen, dass der Bekanntmachung eine größere Bedeutung beigemessen und diese forcierter gestaltet wird, wenn die EAs sich dadurch auch eine größere Inanspruchnahme der Leistungen des EA versprechen. Die Auswertung der Befragung zeigt, dass 97,5 Prozent der Verfahren bei 14 der befragten EAs abgewickelt wurden, welche zudem einen engen Zusammenhang zwischen Bewerbung und Nachfrage vermuten und durchschnittlich 6,2 Kommunikationsmittel zur Bekanntmachung nutzten. Zwar kann aufgrund der geringen Rücklaufquote kein valider Zusammenhang begründet werden, jedoch zeigt dies einen interessanten Aspekt auf, der bei weiteren Erhebungen hinterfragt werden sollte.

Kommunikationsmittel und ihre Wirkung

Die schriftliche Befragung hat ergeben, dass die EAs ihre Öffentlichkeitsarbeit bisher auf eine große Bandbreite von Kommunikationsmaßnahmen stützen. Von Interesse für die Analyse der verwendeten Kommunikationsmittel war hingegen auch die Einschätzung der Wirkung, die den einzelnen Instrumenten zugesprochen wird. Gleichwohl ist zu bedenken, dass die Aussagen über die Wirkung auf den subjektiven Einschätzungen der EAs beruhen. Eine objektive Messung hat nicht stattgefunden. Aussagekräftig sind die Ergebnisse trotzdem, da diesen Erfahrungen zugrunde liegen, die Kammern, Kommunen und Länder bei früheren Bekanntmachungen gesammelt haben.

Unter den eingesetzten Kommunikationsmitteln hat das Internetportal am besten abgeschnitten. Insgesamt 90,4 Prozent der EAs nutzen eines und fast drei Viertel der antwortenden EAs sprechen ihm eine große Wirkung zu. Neben der Bereitstellung eines Internetportals, das das Angebot des EA darstellt und gleichzeitig auch zur elektronischen Verfahrensabwicklung dient, wird vor allem von der Veröffentlichung von Artikeln in regionalen und überregionalen Printmedien (78,6%), aber auch in anderen Medien, wie Kammerzeitschriften oder den Magazinen der EUREGIO (40,5%), Gebrauch gemacht. Mehr als die Hälfte der Befragten gab zudem an, Flyer zur Bekannt-machung zu verwenden (54,8%). Eine wichtige Rolle spielt auch die direkte Kontaktaufnahme mit den Dienstleistern, etwa durch eigene Veranstaltungen, wie Tag der offenen Tür, Besuche von ausländischen Unternehmen sowie speziellen Sprechtagen (40,5%) oder durch die Teilnahme an Messen (38,1%). Mehr als 20 Prozent der EAs schätzt diese Form der Bekanntmachung als wirksam ein. Darüber hinaus werden auch Informationsbroschüren und Plakate (je 19%) genutzt sowie Filme präsentiert (9,5%) und Beiträge in Rundfunk und Fernsehen geschaltet (7,1%). Bisher gering eingesetzt werden dagegen Suchmaschinenmarketing (2,4%) ebenso wie Social Media (7,1%), bspw. durch Profile in Facebook und Xing oder durch einen Eintrag in Wikipedia. Den Social Media wird trotz geringer Verwendung eine große Wirkung zugesprochen (18,6%). Dasselbe trifft auch auf die Bekanntmachung durch Rundfunk und Fernsehen zu (32,6%).

Die Einschätzung der bisher zur Bekanntmachung genutzten Kommunikationsmittel ergab in der durchschnittlichen Bewertung eine 3,4. Eine Ausweitung der Kommunikationsmaßnahmen planen derzeit 25 Prozent der befragten EAs. Der Großteil sieht sich hingegen mit seinen derzeitigen Maßnahmen zufrieden oder verspricht sich keinen größeren Nutzen von einer intensiveren Bekanntmachung (75%).

 
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