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3.2.1.3. Aufgabenstellung

Aus der problemnahen Wiedergabe der Ausgangssituation wird die Aufgabenstellung geformt. Diese leitet die Anforderungen an das Konzept aus der beschriebenen Problematik ab. Die Aufgabenstellung ist somit immer problemorientiert auszuformulieren.

Nichtsdestotrotz muss zunächst überprüft werden, ob Kommunikation grundsätzlich in der Lage ist, das vorliegende Problem zu lösen. Da eine erfolgreiche Kommunikation immer auch ein adäquates Kommunikationsobjekt benötigt, können nicht alle Defizite mit Hilfe von Kommunikation gelöst werden. Nachfrage kann schließlich nur geschaffen werden, wenn der Bedarf bei den Zielgruppen auch vorhanden ist. Die Ursachen mancher Probleme sind jedoch systemimmanent und lassen sich daher weniger durch Kommunikationsals durch Managementmaßnahmen bewältigen.

Bei der Aufgabenstellung werden die identifizierten kommunikativen Probleme generalisiert, um die spätere Auswahl an Lösungswegen zu minimieren. Dabei greift man auf folgende Problemkategorisierung zurück: Aufmerksamkeits-, Akzeptanz-, Ansehens-, Präferenz- und Vertrauensprobleme. Allesamt Beziehungsprobleme zeichnen sich diese Kategorien jeweils durch eine eigene Akzentuierung aus. So lässt sich fehlende Bekanntheit auf die mangelnde Wahrnehmung eines Objekts in der Zielgruppe zurückführen und wird daher als Aufmerksamkeitsproblem klassifiziert. Akzeptanz- und Ansehensprobleme werden dagegen durch die Urteile von Zielgruppen oder stark durch die Handlungsweisen der Organisationen selbst geprägt. Präferenzprobleme ergeben sich wiederum aus der spezifischen Wettbewerbssituation, der das Kommunikationsobjekt ausgesetzt ist und basieren im Wesentlichen auf Emotionen. Demgegenüber sind Vertrauensprobleme Glaubwürdigkeitsprobleme und nur schwer auszumachen, da die Symptome oftmals aus einer der vier anderen Problemkategorien resultieren.

Die Zuordnung des vorliegenden Kommunikationsproblems zu einer Kategorie soll die Wahl der späteren Maßnahmen erleichtern, da sich für bestimmte Kategorien bereits Muster für eine bestimmte Herangehensweise herausgebildet haben, die für die weitere Arbeit genutzt werden können.

3.2.1.4. Schlussfolgerungen

Die Analysephase endet mit den Schlussfolgerungen, die die Resultate zusammenfassen und bereits erste Lösungsrichtungen in Form von Handlungsszenarien andeuten. Die gesammelten Fakten werden deshalb auf Kernaussagen reduziert und abschließend gewichtet.

 
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