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2.3.2. Adressaten der Kommunikationsnotwendigkeit

Die Zielgruppe, die durch die Bekanntmachung des EA erreicht werden soll, sind die Begünstigten der EU-DLR und somit in erster Linie die Dienstleister aus dem EUAusland. Mit dem Ziel der Erhöhung der grenzüberschreitenden Dienstleistungstätigkeiten rückt die EU-DLR den Fokus auf die ausländischen Dienstleister, wenngleich eine Bekanntmachung des EA auch bei den inländischen Dienstleistern zweckdienlich wäre, da diese ebenfalls von den Verbesserungen der Dienstleistungsrichtlinie profitieren können. Die Öffnung der Nutzbarkeit der deutschen EAs auch für Einheimische darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass die ausländischen Dienstleister die Hauptbegünstigten der EU-DLR bleiben und sich die Bekanntmachung daher zunächst auf diese konzentrieren sollte.

2.3.3. Kommunikationsinhalte

Die zur Bekanntmachung des EA notwendigen Kommunikationsinhalte stellen die Rechte und Pflichten dar, die dem Dienstleistungserbringer aus der EU-DLR erwachsen. Die Mitgliedstaaten sollen sicherstellen, dass die Dienstleister davon Kenntnis erlangen, um von ihnen Gebrauch zu machen. Maßgeblich für die Kommunikationsinhalte sollte daher sein, dass die Informationen einfach und klar dargestellt werden. Die Hauptaufgabe der Kommunikation ist es, die Dienstleister über die Existenz der EA als Anlaufstelle für Informationen über und die Abwicklung von für die Aufnahme und Ausübung von Dienstleistungstätigkeiten relevanten Verfahren, Formalitäten und Genehmigungen aufmerksam zu machen. Die Kommunikationsinhalte sollten dieses Anliegen entsprechend unterstützen.

Je nach der jeweiligen Ebene der Zuständigkeit variieren die Kommunikationsinhalte jedoch, wobei die Informationstiefe mit abnehmender Ebene im Staatsaufbau diametral zunimmt. Während die EU die Mitgliedstaaten darin unterstützen sollte, die Existenz des EA EU-weit bekannt zu machen, indem sie bspw. das eu-go-Internetportal besser bewirbt, hat der Bund die Aufgabe, die Umsetzung des EA in der Bundesrepublik nach außen hin bekannt zu machen. Dabei kann es sich, wie oben bereits dargestellt, nur um allgemeine, alle Trägermodelle umfassende Angebotsinhalte und entsprechende Links zur spezifischen Ausgestaltung in den Bundesländern handeln. Dies beinhaltet die Bereitstellung von Informationen über den persönlichen und sachlichen Anwendungsbereich der Richtlinie ebenso wie über diejenigen Bereiche, die von den angebotenen Leistungen ausgenommen werden. Außerdem sollten benutzerfreundliche und verständliche Informationen zu den relevanten Verwaltungsverfahren und speziellen Anforderungen sowie dem Angebot der Informationsbereitstellung und Erteilung durch den EA verbreitet werden.

Die Länder können darüber hinaus auch gezielt ihr Angebot bewerben, indem sie auf länderspezifische Leistungen, wie Informationen zu regionalen Besonderheiten und Standortfaktoren, einen mehrsprachigen Zugang oder die Kostenfreiheit ihres EA-Angebots, hinweisen. Zunächst sollte jedoch sichergestellt werden, dass die Dienstleister über die Existenz und die wesentlichen Rahmenbedingungen der Inanspruchnahme aufgeklärt werden. Alles Weitere dient dann einer Bewerbung bestimmter EA-Services.

 
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