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9 Ausblick

Das Ziel der Arbeit, einem holistischen Ansatz zu folgen und ein Modell zu entwerfen, das es erlaubt, Innovationstätigkeit in der Breite abzubilden, wurde weitgehend erreicht. Es kann festgestellt werden, dass auf Basis des explorativen und holistischen Ansatzes sich sieben Erfolgsfaktoren herauskristallisieren.

Es sind: (1) eine zukunftsgerichtete, unterstützende Unternehmenskultur, (2) eine klar definierte und kommunizierte Innovationsstrategie, (3) eine koordinierte Markt- und Kundenorientierung, (4) eine klare Organisation und Rollenverteilung, (5) eine gelebte Ziel- und Erfolgsorientierung, (6) ein gut organisiertes Ressourcen- und Portfoliomanagement und (7) eine bewusste Bereitschaft, sinnvolle Risiken einzugehen.

Diese umfassen demnach strategische Aspekte, organisatorische, prozessuale Rahmenbedingungen und kulturelle Effekte. Die Denkweise entlang des Innovationsprozesses wird dabei aufgehoben, Themen wie Ideenentwicklung werden in die treibenden Bestandteile Markt- und Kundenperspektive, Innovationskultur und Innovationsstrategie zerlegt.

Die sieben Faktoren für Innovation erlauben es Unternehmen, ein weitgehend vollständiges Bild ihrer Innovationsaktivitäten zu zeichnen und dabei wichtige Erfolgsfaktoren für zukünftige Innovationen und damit den unternehmerischen Erfolg transparent zu machen. Nachdem alle Faktoren durch jeweils fünf Items operationalisiert werden können, kann das Gesamtmodell mittels 35 Fragen erhoben werden.

Gleichzeitig zeigt das Modell eine Möglichkeit auf, die verschiedenen, fragmentierten Ansätze der Innovationsforschung zu einem Gesamtgebilde zusammenzufügen und entspricht damit dem Anspruch des übergeordneten, holistischen Gesamtkonstruktes.

Zudem konnte gezeigt werden, dass basierend auf einer breiten statistischen Stichprobe die Mehrzahl der identifizierten Faktoren sich auf die Innovationsfähigkeit der Unternehmen direkt auswirken.

Wie jedes Modell unterliegt auch dieses den Restriktionen des definierten Geltungsbereichs. Aus Gründen der Komplexität wurde eine klare Perspektive des Unternehmens eingenommen und damit beispielsweise Personenmerkmale mit potentiellem Einfluss auf innovatives Verhalten ausgeklammert. Diese könnten auch für Unternehmen Relevanz bekommen, beispielsweise bei der Personalauswahl (vgl. Schuler et al., 1996). Das Modell an dieser Stelle zu erweitern wäre demnach eine interessante Betrachtungsweise.

Auch ist das wirtschaftliche Umfeld starken Veränderungen ausgesetzt. Wie bereits diskutiert, hat das Umfeld in dem sich ein Unternehmen bewegt Auswirkungen darauf, wie erfolgreiche Innovation zu gestalten ist. Daher wäre es interessant anhand eines zeitlich versetzten Datensatzes zu zeigen, dass das Modell stabil für solche Umweltveränderungen ist und so die Verallgemeinerbarkeit und Stabilität zu untermauern.

 
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