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6 Erhebung der Innovationsfähigkeit

6.1 Grundüberlegungen

Die Schwierigkeiten bei der Einschätzung der Innovationsfähigkeit wurden bereits in Kapitel 3 diskutiert, wobei Innovationsfähigkeit in diesem Kontext im Sinne von

„wie innovativ ist ein Unternehmen?“ definiert ist. Ein Unternehmen mit hoher Innovationsfähigkeit ist also sehr innovativ, eines mir niedriger Innovationsfähigkeit wenig innovativ. Dabei ist es interessant, dass in der Literatur nicht nur verschiedene Ansätze bestehen wie Innovation gemessen wird, sondern auch was Innovation eigentlich ist. Bei dem Experten-Panel musste daher sichergestellt werden, dass alle Beteiligten nicht nur alle Unternehmen einzuschätzen wissen, sondern auch das gleiche Verständnis von Innovation für die Bewertung zugrunde legen. Dieser Herausforderung wurde Rechnung getragen, indem den Experten eine einheitliche Definition von Innovation vorgegeben wurde. Diese Definition wurde der Befragung vorangestellt und umfasste die Kernpunkte:

• Innovation setzt voraus, dass durch die Einführung ein Einzelner oder mehrere Personen profitieren (vgl. Maier, Frey, Schulz-Hardt & Brodbeck, 2001)

• Grundlage für Innovation ist die Anwendung von Ideen und nicht die Idee an sich (vgl. West & Farr, 1990)

• Innovation umfasst verschiedene Arten von Innovation, nämlich Produkt/Service-, Prozess- und Geschäftsmodellinnovation (vgl. Anderson & King, 1993).

6.2 Erhebung der Daten

Für die Erhebung der Innovationsfähigkeit wurde das Rank-/Rate-Verfahren gewählt. Dieses Verfahren gilt als das derzeit anerkannteste in der Sozialpsychologie zur Ermittlung eines faktisch nicht messbaren Wertes durch Experten. Dabei ist das Prinzip, dass die Experten im ersten Schritt die Geschäftseinheiten „ranken“, hier von der innovativsten zu der am wenigsten innovativen. Im zweiten Schritt werden diese sortierten Geschäftseinheiten dann auf einer Skala eingeordnet und somit bewertet (engl: rate). Dabei kann der gleiche Rang nicht an zwei Geschäftseinheiten vergeben werden. Bei 39 Geschäftseinheiten heißt dies also 39 unterschiedliche Ränge. Damit dieses Vorgehen für die Kandidaten transparent ist, wurden ihnen die beiden Schritte zu Anfang per Text und grafischer Darstellung erläutert (siehe Abbildung 9).

Abbildung 9: Erklärung des Vorgehens für die Experten

 
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