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5.3 Erhebung der Daten

Es stellt sich nun folgende Frage: Können potentielle Erfolgsfaktoren für Innovation identifiziert werden? Sind es die oben genannten oder andere Faktoren, die sich auf Innovationsfähigkeit auswirken können? Um dies herauszufinden, wurden 732 Führungskräfte internationaler Unternehmen befragt und haben online einen Fragebogen mit 186 geschlossenen und einigen offenen Items beantwortet. Ihnen wurde zugesichert, dass die Daten nicht namentlich auf personeller oder Unternehmensebene ausgewertet oder veröffentlicht werden.

5.3.1 Verwendeter Fragebogen

Der Fragebogen wurde online gestellt und den Führungskräften mit personalisiertem Link in der Mail zugesendet. Dabei wurde darauf geachtet, dass dieser leicht ver- ständlich ist und durch Speicherfunktionalität auch unterbrochen werden kann. Für Begriffe, die nicht allgemein gebräuchlich und selbsterklärend sind, wie beispielsweise das Wort „Orthodoxien“, wurden Definitionen im Kontext von Innovation an die Hand gegeben, um ein einheitliches Verständnis bei den Befragten sicher zu stellen. Um eine besonders hohe Akzeptanz auch international zu erzielen, wurden verschiedene Sprachversionen zur Verfügung gestellt, z. B. Englisch und Japanisch.

Im Folgenden (Abbildung 2) sind exemplarisch einige Seiten aus der englischsprachigen Version des Fragebogens dargestellt.

Abbildung 2: Auszüge aus dem Fragebogen zur Einschätzung der Innovationsfähigkeit

Abbildung 2: (Fortsetzung)

In dem Fragebogen wird zu allererst darauf hingewiesen, dass alle Namen und Unternehmen nicht namentlich genannt werden und somit anonym bleiben. Dies ist erforderlich, um eine hohe Akzeptanz zu erzielen und sicherzustellen, dass keine Rücksicht auf mögliche Implikationen auf die Außenwirkung der Unternehmen genommen wird. Zudem wird der Hintergrund der Umfrage erläutert und in den Kontext gesetzt.

Direkt darunter finden sich Instruktionen, wie der Fragebogen ausgefüllt werden soll. Neben dem Hinweis, dass die Bearbeitungszeit etwa 25 min dauert, wird der Teilnehmer darauf hingewiesen, dass es im Sinne aussagekräftiger Ergebnisse erwünscht ist, die ganze Skala (1–7) auszunutzen.

Darauf folgt der Hauptteil, aufgeteilt in die Kapitel: „Innovation landscape“ und „Innovation self-assessment“. In ersterem werden auf 4 Seiten globale Fragen zu Innovation in Industrie und Unternehmen gestellt. Im zweiten Teil folgen die Fragen zur Einschätzung des eigenen Unternehmens, nach den Kategorien (vgl. Kapitel 5.2) Innovationsziele und -strategie („Aspirations and strategy“), Portfolio-Management („Portfolio management“), Ideengenerierung („Idea generation“), Konzeptentwicklung und Umsetzung („Concept development“), Markteinführung („Rollout“), Externes Netzwerk („External network“), Organisation und Unternehmenskultur („Organization/culture“) und abschließend die Einschätzung der eigenen Innovationsfähigkeit.

Fast alle Skalen sind hier von 1 bis 7 gehalten. Einige Zusatzfragen sind in einem anderen Skalenformat, wurden aber im weiteren Verlauf nicht berücksichtigt. Die Pole der Skala sind mit den Bezeichnungen „Do not agree“ und „fully agree“ gekennzeichnet. Es wurde entschieden, nur mit positiven Zahlen (1–7) zu arbeiten.

Zudem sind die Skalen durch einen steigenden Balken grafisch verankert. Dies vereinfacht grafisch die Wahrnehmung der Skala von niedrig zu hoch. Zudem lockern diese grafischen Elemente die Fragenblöcke auf und sorgen für mehr Übersichtlichkeit.

Abschließend folgen einige Fragen zum Hintergrund des Befragten, genauer zu der Abteilung, der die Führungskraft angehört. Als Wahlmöglichkeiten sind hier vorgegeben: Allgemeines Management („General Management“), Forschung und Technik („Research and development/Technology“), Marketing („Marketing & sales“), Produktion („Production“), Strategie und Geschäftentwicklung („Strategy/business development“), Innovationsmanagement („Innovation management“, oder einfach „Other“, sollte keine der Möglichkeiten zutreffen.

Anzugeben ist der Industriezweig in dem das Unternehmen agiert. Entsprechend dem Fokus der Befragung sind hier die Wahlmöglichkeiten:

Automobil („Automotive“):

dazu gehören beispielsweise 1stand 2nd tier supplier, Baumaschinen, Produzenten für Personen- und Geschäftsfahrzeuge (OEMs) und Produzenten von Motorrädern.

Hochtechnologie („High-Tech“):

dazu gehören beispielsweise neben den Produzenten industrieller Hochtechnologie, Anbieter von Luft- und Raumfahrttechnik, von Telekommunikationsgeräten, ITService Unternehmen, Hersteller von medizinischen Geräten oder von Halbleitern.

Telekommunikation („Telecommunication“):

dazu gehören neben den klassischen Mobil- und Festnetzanbietern z. B. auch Internet Service Provider (ISP).

 
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