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5 Leitfaden zum Gespräch mit dem Bürgermeister von Hohentengen und Stefan Bubeck, Bürgermeister Mengen (Kennung G4 und G5)

Einstieg:

Haben Sie schon vorher von der Schließung der Liegenschaft erfahren oder erst, als die Entscheidung öffentlich wurde? Hat die Bundeswehr das Kasernengelände jetzt schon komplett geräumt?

Warum wurde Ihrer Meinung nach ausgerechnet der Standort Hohentengen geschlossen?

Was waren so die ersten Schritte, die Sie dann unternommen haben, als Sie von der Schließung erfahren haben?

Was sind die Herausforderungen, die sich aus der Bundeswehrreform für Hohnentengen/Mengen ergeben?

Nachnutzung:

Welche Nachnutzungsideen haben Sie in Betracht gezogen? Und warum gerade diese?

Warum wurden bestimmte Ideen weiterverfolgt und andere nicht? Stichwort: Erfolg.

Haben sich die Ideen im Laufe des Prozesses verändert?

Was erhoffen Sie sich von der geplanten Nutzung? Was denken Sie, könnte eine Konversion der Gemeinde für Chancen bieten?

Können Sie schon sagen, welche Faktoren evtl. eine erfolgreiche Konversion ausmachen könnten?

Vorbilder:

Haben Sie sich in diesem Zusammenhang auch andere Kommunen angesehen, die bereits Konversionsprojekte durchgeführt haben? Stichwort: Vorbilder.

Wie haben Sie sich diese Kommunen ausgesucht? Sind Sie auch vor Ort gewesen? Haben Sie sich mit den Zuständigen getroffen?

Wurden deren Nutzungskonzepte an die örtlichen Gegebenheiten angepasst?

Welche Rolle spielen Publikationen zum Thema, wie zum Beispiel Handlungsleitfäden oder Beispiele gelungener Konversionen? Wenn große Rolle, woher haben Sie diese erhalten?

Akteurszusammenarbeit/Unterstützung:

Stehen Sie in regelmäßigem Kontakt mit dem Konversionsbüro des Landes? Wie ist die Zusammenarbeit?

Was bekommen Sie von denen für Fördermittel – und was genau wird gefördert?

Haben Sie sich zusätzlich auch Unterstützung durch Beratungsunternehmen geholt (d.h. Experten)?

Wie arbeiten Sie mit der BImA zusammen?

6 Kurzzusammenfassung der Gespräche G4 und G5

Schließung hatte sich bereits abgezeichnet, da Standort mit vielen Wehrdienstleistenden (Ausbildungseinheit). Hohe Akzeptanz der Bundeswehr in den Gemeinden

Andere Teile der Bundeswehr sollten nach Hohentengen verlagert werden, wurde aber von Verteidigungsministerium abgelehnt aufgrund schlechter infrastruktureller Anbindung von Hohentengen

Lage im ländlichen Raum als Nachteil sowohl für den Bundeswehrstandort als auch jetzt für die Nachnutzungen

Nach der Bekanntgabe der Schließung Bildung eines regionalen Lenkungskreises

Land erstellt auf regionaler Ebene zusätzlich Konversionsentwicklungskonzept (KEK), aus dem Ideen entwickelt werden sollen

Lokal in Hohentengen/Mengen Bildung einer Projektgruppe (Vertreter der FH Sigmaringen, Fernhochschule Riedlingen, IHK, Geschäftsführer Regio Airport, ehemaliger in Mengen wohnhafter Professor)

Idee zur Ansiedlung eines Ausbildungszentrums Verkehr/Logistik aufgrund der Campusstruktur der Kaserne. Dazu Durchführung einer Marktanalyse, um Wirtschaftlichkeit des Konzeptes zu prüfen

Zweite Idee durch Investor herangetragen: Einrichtung eines Kompetenzzentrums für neue Technologien

Dritte Nutzung: Interkommunales Gewerbegebiet auf der Freifläche der Kaserne

Pläne des Investors betreffen das gesamte Areal, aber Konzepte der Gemeinden sollen wenn möglich mit integriert werden

Problem: Land verfolgt Prämisse des Flächensparens und möchte keine Gewerbegebiete auf Freiflächen ausweisen – fraglich, was Gemeinden zugestanden wird

Nachfrage nach Gewerbeflächen vorhanden, da viele mittelständische Unternehmen. Trotzdem Problem der Abwanderung vieler junger Menschen

Anfangs auch andere Nachnutzungsideen vorgestellt worden, aber Gemeinden möchten Gebäude wenn möglich erhalten (da von Bundeswehr noch größere Sanierungen durchgeführt wurden)

Land mit Unterstützung durch verschiedene Konversionsveranstaltungen

Gemeinden aber in ihren Planungen bereits weiter als das Land (KEK-Prozess auf zwei Jahre angelegt), weshalb bereits jetzt Marktanalyse durchgeführt wird)

Ausschreibungstext der Marktanalyse, die für zwölf Dienstleister ausgeschrieben wurde, wurde ebenfalls von einem privaten Büro erstellt (Prognos)

Problematisch, dass es kein Sonderprogramm Konversion des Landes bzw. Bundes gibt

Vorbilder aus anderen Konversionsgemeinden werden skeptisch beurteilt, da es stets verschiedene Infrastrukturen und Anforderungen gebe, Abkupfern macht keinen Sinn

Lediglich Erkenntnisse über Dauer des Prozesses von anderen Gemeinden erlangt

Nutzungsidee zum Ausbildungszentrum Verkehr/Logistik kam von einem Bürger aus Mengen

Machbarkeit der Nutzung durch gesamte Lenkungsgruppe geprüft worden – breite Zustimmung. Zusätzliche Legitimation durch Studien der IHK und Bundesagentur für Arbeit

In den Gemeinden ist Konversionsprojekt „Chefsache“, was allerdings für Bürgermeister auch viel Arbeit bedeutet

Ziel: Kompensation des Wegzugs der Bundeswehr in wirtschaftlicher Hinsicht. Soziale Kompensation sei kaum möglich. Im Vordergrund steht regionale Wertschöpfung

Betonung der Relevanz des Landes, hier einen Leuchtturm bauen zu können

Touristische Nutzungen anfangs in Überlegung, allerdings fehlen größere „Highlights“

 
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