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Anhang

1 Leitfaden zum Gespräch mit Dirk Sohn, Bürgermeister von Lütjenburg (G1)

22.01.2013 – 10 Uhr, Oberstraße 7 9, 24321 Lütjenburg

Einstieg:

- Haben Sie schon vorher von der Schließung der Liegenschaft erfahren oder erst, als die Entscheidung öffentlich wurde?

- Warum wurde Ihrer Meinung nach ausgerechnet der Standort Lütjenburg geschlossen?

- Was waren die ersten Schritte, die Sie unternommen haben, als Sie von der Schließung erfahren haben?

- Was sind die Herausforderungen, die sich aus der Bundeswehrreform für Lütjenburg ergeben?

Nachnutzung:

- Welche Nachnutzungsideen haben Sie in Betracht gezogen? Und warum gerade diese?

- Warum wurden bestimmte Ideen weiterverfolgt und andere nicht? Stichwort: Erfolg.

- Haben sich die Ideen im Laufe des Prozesses verändert?

- Was erhoffen Sie sich von der geplanten Nutzung? Was denken Sie, könnte eine Konversion der Gemeinde für Chancen bieten?

- Können Sie schon sagen, welche Faktoren evtl. eine erfolgreiche Konversion ausmachen könnten?

Vorbilder:

- Haben Sie sich in diesem Zusammenhang auch andere Kommunen angesehen, die bereits Konversionsprojekte durchgeführt haben? Stichwort: Vorbilder.

- Wenn ja: wurden diese an die örtlichen Gegebenheiten angepasst?

- Wie haben Sie sich diese Kommunen ausgesucht? Sind Sie auch vor Ort gewesen?

- Welche Rolle spielen Publikationen zum Thema, wie zum Beispiel Handlungsleitfäden oder Beispiele gelungener Konversionen? Wenn große Rolle, woher haben Sie diese erhalten?

Akteurszusammenarbeit/Unterstützung:

- Haben Sie sich Unterstützung durch Beratungs- und Consultingunternehmen geholt (d.h. Experten)?

- Stehen Sie in regelmäßigem Kontakt mit dem Konversionsbüro des Landes? Wie ist da die Zusammenarbeit? Welche Fördermittel erhalten Sie – und was genau wird gefördert?

- Wie arbeiten Sie mit der BImA zusammen? Gibt es regelmäßige Treffen zwischen den Akteuren?

- Waren Sie schon auf einem der von der Landesregierung veranstalteten Konversionskongresse?

2 Kurzzusammenfassung des Gesprächs G1

- Bedauern über Wegzug der Soldaten bzw. schlechte Informationspolitik des BMVg

- Nicht-öffentliche Treffen einer kleinen Gruppe vor Bekanntgabe der Schließung, da schon absehbar war, dass Standort aufgelöst wird. Ziel: Vorbereitung, Klärung erster Fragen

- Nutzungen sollten mit Beteiligung der Öffentlichkeit realisiert werden, daher öffentliche Sitzungen und Workshops zur Ideenfindung. Ob Realisierung dieser Ideen möglich ist, ist aber noch unklar

- Nutzungen v.a. im kulturellen Bereich, was aufgrund der Struktur der Kaserne realisierbar wäre, aber kostspielig ist. Grund: Durch Schließung kein Saal mehr für Veranstaltungen vorhanden

- Zunächst Errichtung der Kreisfeuerwehrzentrale geplant, Zuschlag ging aber in andere Gemeinde

- Weitere Ideen: Baugebiet für seniorengerechtes Wohnen, touristische Nutzung (Wohnmobilplatz, hier gibt es auch schon einen Interessenten)

- Vor der Schließung wurden noch größere Sanierungen vorgenommen (z.B. Sporthalle, die umgebaut werden könnte), viele Gebäude aber in schlechtem Zustand

- Fördergelder sehr wichtig, um Nutzungen zu realisieren, aber auch Kommune gefordert, schlanke Rahmenbedingungen zu schaffen

- Es wurden auch andere Gemeinden besucht, bzw. Informationen eingeholt, teilweise schon im Vorfeld der Schließungen. Wichtig zur Vorbereitung und Sammlung von Ideen oder für Hinweise zum Umgang mit der BImA

- „Abgucken“ von anderen Kommunen wird als wichtig betrachtet

- Gute Zusammenarbeit mit dem Konversionsbüro des Landes, auch durch die Publikationen des Ministeriums, es besteht weiterhin die Möglichkeit, stets Fragen zu stellen und Kontakte zu anderen betroffenen Gemeinden zu erhalten. Zusätzliche Förderung der Gemeinden durch einen regionalen Konversionsmanager

- Bisher nur Ideen für Nutzungen, aber keine konkreten Investoren. Daher nächster Schritt: planungsrechtliche Einordnung der Fläche, um auch Investoren anzulocken

- Problematisch, dass es keine zusätzlichen Fördergelder des Bundes gibt

- Viele Angebote externer Dienstleister, die Konversionsprozesses begleiten oder durchführen wollen. Wird aber abgelehnt, da man das in der Region am besten bewerkstelligen könne

- Teilweise abstruse Nutzungsideen, z.B. Solarparks. Eignet sich nicht auf innerstädtischer Fläche

- Zusammenarbeit mit BImA bislang positiv, allerdings wird lange Dauer der Ausschreibung bemängelt.

Hoffnung, dass sich Werte im Laufe der Zeit noch nach unten einpendeln

 
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