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7.3 Analysestrategie

Zunächst werden kurz deskriptiv die Merkmale der Organisationen dargestellt (Kapitel 8.1) und anschließend allgemeine deskriptive Analysen zur Demographie der Befragten vorgestellt, in denen nach freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeitern unterschieden wird (Kapitel 8.2). Anschließend werden die Tätigkeitsbereiche, die Zielgruppen und der Umfang der freiwilligen Arbeit dargestellt (Kapitel 8.3).

Kapitel 8.4 und 8.5 stellen die nach Organisationsformen differenzierte Soziodemographie und Tätigkeitsbereiche der Freiwilligen vor. Es werden der Chi²Test und Cramers V berechnet sowie der Median (Diaz-Bone 2006, S. 43, 80 ff.). Die Trennung der Organisationen erfolgt aufgrund der anreiztheoretischen Überlegungen, dass die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Organisation die Motive beeinflusst oder zumindest Personen mit ähnlichen Motiven in Vereinen zusammen kommen (Kapitel 6.3.1). Wenn die Motivstrukturen der Gruppen sich durch unterschiedliche Anreize der Organisationen ergeben, müssen die Gruppen getrennt voneinander betrachtet werden. Es käme sonst zu einer Verwässerung der Ergebnisse, da gerade diese Unterschiede hinsichtlich der Motive ignoriert würden. Weiterhin zeigten die im Forschungsstand präsentierten Ergebnisse (Kapitel 5.1.4 und 5.2), dass Freiwillige unterschiedlicher Einrichtungen sich hinsichtlich der Engagementbereiche, ihrer Engagementhäufigkeit und ihrer Sozialstruktur unterscheiden (Kopke und Lembcke 2005, S. 114; Schüll 2004, S. 109, 266; Süßlin 2008, S. 22; 1988, S. 134).

In Kapitel 8.6 werden die Motive der freiwilligen Arbeit dargestellt. Dazu wird zum einen die Verteilung der quantifizierten offenen Fragen 10 („Warum arbeiten Sie ehrenamtlich/ freiwillig?“) und 11 („Warum üben Sie gerade diese ehrenamtliche/ freiwillige Tätigkeit aus?“) sowie der Fragen 12 („Was fordert die ehrenamtliche/ freiwillige Arbeit von Ihnen?“) und 13 („Was gibt Ihnen die ehrenamtliche/ freiwillige Arbeit der freiwilligen Arbeit?“) in Häufigkeitstabellen dargestellt und anschließend nach den Freiwilligen der drei Organisationsformen unterschieden. Zusätzlich werden ausführliche Beispiele aus den offenen Antworten dargestellt und so die Ergebnisse untermauert. Zudem werden die Angaben mit den Ergebnissen deutscher Motivstudien seit 1990 verglichen (Tabelle A2).

Für die multivariaten Analysen ab Kapitel 8.6.6 muss zunächst die Entscheidung getroffen werden, welche Methode im Folgenden angemessen ist, um die Motivstrukturen der Freiwilligen zu ermitteln. Für die objekt- und variablenorientierte Analyse stehen verschiedene Verfahren zur Auswahl. Zwei sich anbietende Analysemethoden stellen das Clusteranalyseverfahren und die Strukturgleichungsmodellierung dar, wobei letztere ein Verfahren ist, das kausale Beziehungen zwischen Variablen annimmt, Clusteranalysen, empirische Klassifikationen und hierarchische Ähnlichkeitsstrukturen von Variablen oder Objekten aufdeckt (Bacher 1994, S. 11). Um entscheiden zu können, welches Verfahren in der vorliegenden Studie angemessen ist, wurde zunächst faktoranalytisch untersucht, ob den Motiven latente Dimensionen zugrunde liegen. Die folgenden Berechnungen wurden mit IBM SPSS Statistics 21 und 22 durchgeführt sowie IBM SPSS Amos Graphics 21[1].

  • [1] Der Datensatz ist auf Anfrage bei der Autorin der vorliegenden Arbeit zu erhalten
 
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