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7.1 Ausfallstatistik

Wie bereits andere Autoren über die Teilnahme Freiwilliger an Befragungen berichten, ist nur ein kleiner Teil dieser dazu bereit, über ihre bereits investierte Zeit hinaus noch weitere Zeit für die Beantwortung der Befragung aufzuwenden (z.B. Engel 1994, S. 89). Zudem erwies sich die Weitergabe der Fragebögen durch die Vereine an die freiwilligen Mitarbeiter als Problem. Die Kontaktpersonen der Ortsvereine berichteten nach der Aushändigung der Fragebögen über Schwierigkeiten, die Freiwilligen zu erreichen: Einige würden nur sporadisch mithelfen, andere nicht in den Räumlichkeiten der Einrichtungen oder Ortsvereine arbeiten u.v.m. Die Hauptamtlichen waren leichter zu erreichen, machen allerdings nicht die für die vorliegende Arbeit relevante Befragungsgruppe aus. Die meisten Vereine überschätzten darüber hinaus die Anzahl der Personen, die dazu bereit waren, die Fragebögen auszufüllen, was dazu führte, dass weitaus mehr Fragebögen geliefert als benötigt wurden.

Nach etwa sechs Wochen wurden den Ortsvereinen Erinnerungsflyer geliefert mit der Bitte, diese an die Einrichtungen weiterzuleiten, um diese dort zu verteilen. So sollten die Mitarbeiter daran erinnert werden, die Fragebögen aus-zufüllen und zurückzuschicken. Nach etwa viermonatiger Feldphase gingen nur noch wenige Rückläufer ein, so dass diese als abgeschlossen betrachtet werden konnte[1].

Tabelle 12: Ausfallstatistik der Mitarbeiter- und Organisationsfragebögen

H=Hamburg, K=Köln.

Die so erzielte Ausschöpfung war äußerst gering und beträgt hinsichtlich der Individualfragebögen nur 6,0 % (Kapitel 8.1). Die meisten Rückläufer, gemessen an den gelieferten Fragebögen, wurden für die Heilsarmee in Hamburg (22,0 %) und die AABF in Hamburg (18,0 %) verzeichnet. Die Mitarbeiter der Diakonie in Hamburg (n = 332) und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Hamburg (n = 117) schickten die meisten Fragebögen zurück. Die geringste Beteiligung wurde für die Mitarbeiter der AABF in Köln (0,7 %) sowie für die Mitarbeiter der AWO in Hamburg (1,1 %) verzeichnet. Absolut betrachtet, wurden die wenigsten Rückläufer ebenfalls für die AABF in Köln (n = 3) und für die ATIB in Köln (n = 10) verzeichnet. Insgesamt wurden 951 Individualfragebögen zurückgeschickt.

Die Rücklaufquote der Organisationsfragebögen war etwas besser, doch mit einer Ausschöpfungsquote von 9,8 % immer noch gering. Die IGMG in Köln und die ATIB in Köln sendeten beide keinen Organisationsfragebogen zurück, die AABF in Köln und die Heilsarmee in Köln je einen einzigen Fragebogen. Die meisten Organisationsfragebögen wurden ebenfalls von den Einrichtungen der Diakonie in H (n = 81) und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Köln (n = 56) und H (n = 53) ausgefüllt und zurückgeschickt. Gemessen an den versendeten Organisationsfragebögen war die Rücklaufquote der Heilsarmee in H (30,0 %) und der DiTiB in Köln (27,5 %) am größten. Insgesamt konnten von den 260 Rückläufern 7 Fragebögen keiner Organisation zugeordnet werden.

  • [1] In Teilen wurden die Organisationen aufgrund mangelnder Rückläuferquote erneut aufgesucht (z.B. DiTiB, IGMG) und gebeten, auf die Leiter ihrer Einrichtungen einzuwirken, die Mitarbeiter an das Ausfüllen der Fragebögen zu erinnern
 
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