Desktop-Version

Start arrow Medien und Kommunikationswissenschaft arrow Kommunikationsmanagement von Clusterorganisationen

  • Increase font
  • Decrease font


<<   INHALT   >>

5.2 Das Untersuchungsinstrument Online-Survey

Als Untersuchungsinstrument für die hier verfolgte Fragestellung wird die schriftliche Befragung gewählt, das Standardinstrument der empirischen Sozialforschung, um Fakten, Wissen und Einstellungen im sozialwissenschaftlichen Anwendungsbereich zu ermitteln (vgl. Schnell et al. 2011: 315). Ein Nachteil dieses Untersuchungsinstruments liegt darin, dass in der Befragungssituation der Interviewer selber nicht anwesend ist, wodurch eine unkontrollierte Erhebungssituation vorliegt (vgl. Schnell et al. 2011: 353ff.; Bortz/Döring 2006: 256). Es ist so etwa nicht überprüfbar, ob die Fragen richtig verstanden wurden oder ob auch wirklich derjenige den Fragebogen ausfüllt, an den er gerichtet ist. Zudem haben schriftliche Befragungen den Nachteil, dass mit einer sehr hohen Ausfallquote zu rechnen ist und nur ein kleiner Teil der Angeschriebenen auch wirklich den Fragebogen ausfüllt und zurücksendet. Aus diesem Grund sind Anreize zu geben, die das Ausfüllen des Fragebogens attraktiver machen. Dennoch überwiegen die Vorteile dieses Untersuchungsinstruments: Es können relativ große Stichproben bei vergleichsweise überschaubaren Kosten befragt werden. Bei einer europaweiten Befragung, wie sie hier vorgenommen wird, bietet sich im Sinne der Forschungsökonomie die schriftliche Befragung umso mehr an. Die Befragung wird zudem in der Form eines Online-Surveys durchgeführt, da bei der angepeilten Zielgruppe umfangreiche Internet-Erfahrung ebenso vorauszusetzen ist, wie die Möglichkeit des Internet-Zugangs.

Da die Untersuchung induktiv bzw. hypothesengenerierend angelegt ist, sollen die Ergebnisse dazu befähigen, signifikante Zusammenhänge zwischen externen Einflussfaktoren und Ausprägungen des Kommunikationsmanagements in Clusterorganisationen aufzudecken, die die Grundlage für darauf aufzubauende Hypothesen sein können. Bei der Operationalisierung der Forschungsfrage dieser Arbeit („Wie gestaltet sich die Organisationskommunikation von Clusterorganisationen?“) gilt es entsprechend, den Fragebogen so aufzubauen, dass sich relevante Ergebnisse entlang der darin enthaltenen Themenkomplexe klar identifizieren lassen. Der Fragebogen muss transparent und verständlich gestaltet sein und eindeutige Antwortvorgaben anbieten (vgl. Boltz/Döring 2006: 23f.).

Für diese Untersuchung wurde aufbauend auf dem theoretischen Referenzrahmen ein strukturierter geschlossener Fragebogen mit empirisch abfragbaren Variablen entwickelt, der im Anhang zu finden ist (vgl. Anhang: 283ff.). Die befragten Personen konnten entsprechend nur Antworten aus einer vorgegebenen Auswahl von Antwortalternativen wählen, aber keine Antworten mit eigenen Worten formulieren. Durch die in den letzten Kapiteln erfolgte Theoriediskussion und dem darauf aufbauenden theoretischen Referenzrahmen ist gewährleistet, dass die ganze Bandbreite möglicherweise relevanter Antwortalternativen abgedeckt ist.

Um möglichst anschlussfähig an bestehende Forschungsergebnisse zu sein und um bewährte Fragekonstruktionen aufzugreifen, baut das Design des Fragebogens in Teilen auf vorherige relevante Umfragen und existierende Konzeptualisierungen auf. Dabei sind zwei Arten von Untersuchungen relevant: einerseits solche, die Clusterorganisationen als Organisationstyp erforschen, andererseits solche, die Organisationskommunikation in bestimmten Organisationstypen oder räumlich abgrenzbaren Bereichen untersuchen. Die folgenden Studien und Arbeiten wurden daher berücksichtigt:

Ÿ Der Global Cluster Initiative Survey (Sölvell et al. 2003)

Ÿ Das Handbuch Clustermanagement der gtz (Scheer/von Zallinger 2007)

Ÿ Der European Communication Management Monitor (Zerfass et al. 2007ff.)

Ÿ Public Relations – Organisation und Profession (Röttger 2000)

Ÿ Hochschul-PR in Deutschland (Bühler et al. 2007)

 
<<   INHALT   >>

Related topics