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4.3.11 Resümee zur Transferstelle Bildung

Zum Zeitpunkt der ersten Befragung befindet sich die Transferstelle noch im Aufbau. Ein konkretes Konzept besteht noch nicht, viele Fragen sind offen, wie

die nach der thematischen Ausrichtung bzw. Schwerpunktthemen oder nach der Einbindung verschiedener Wissenschaftseinrichtungen sowie überregionaler Akteure. Die Dienstleistungsfunktion sei mit viel kleinschrittiger Arbeit verbunden. Insgesamt stelle sich die Frage nach Mehrwert, Ertrag und Grenzen der Transferstelle. Aussagen über Aufgaben, erwartete Wirkungen und Vorteile für Praxis und Wissenschaft müssen noch verdichtet werden.

Nach der Aufbruchsstimmung und der großen Beteiligung innerhalb des Wissenschaftsjahres werde es um die Fragen gehen, welche konkreten Projekte sich neu entwickelt haben, welche Netzwerke weiterarbeiten und darum, neue Ziele und Aufgaben zu definieren, damit Synergien der Vernetzung von Wissenschaft und Bildungspraxis zum Tragen kämen.

Die Erwartungen, die an die Transferstelle Bildung gestellt wurden, sind auch zum Zeitpunkt der zweiten Befragung noch nicht erfüllt worden. Fortschritte in der Vernetzung sind lediglich punktuell zu beobachten. Die Gründe hierfür sind vielfältig und hängen mit Veränderungen auf Bundesebene (Soziale Stadt), Veränderungen innerhalb der städtischen Verwaltung, dem Vorhandensein von Kompetenzen und Schlüsselpersonen der Wissenschaft und den zeitlichen Ressourcen sowie begrenzten Handlungsmöglichkeiten der kommunalen Bildungspraxis zusammen. Von der Transferstelle werden z.T. Aufgaben übernommen (z.B. Projektentwicklung), die über die Zuständigkeiten der Transferstelle hinausgehen und Ressourcen binden.

Die Fragen nach der strukturellen Anbindung und der inhaltlichen Ausgestaltung sind noch nicht bzw. nicht hinreichend geklärt. Es gilt weiterhin, gemeinsam mit Akteuren der Stadt zu eruieren, in welchen Bereichen Handlungsbedarf in der Stadt besteht und gleichzeitig Kompetenzen in der Wissenschaft vorhanden sind und in welchem Themenfeld ein Schwerpunkt gesetzt wird. Die Erfahrungen der ersten Projektphase können diesbezüglich wichtige Impulse liefern. Mit Blick auf eine Fortführung ist es essentiell, dass sich eine Person bzw. ein Personenkreis herausbildet, der für die Transferstelle verantwortlich zeichnet, das Profil stärker herausstellt und kommuniziert. Die Anbindung an eine bestehende Institution der Universität und die Einbindung in eine universitäre Gesamtstrategie ist sinnvoll. Die dauerhafte Fortführung der Transferstelle Bildung sei schließlich davon abhängig, ob Hochschule und Land sich diese Dienstleistung leisten wollten. Es sei wichtig, dass die Stadt die Transferstelle nutze, um vorhandene Fragen und Probleme anzugehen.

Nachhaltigen Austausch zwischen Wissenschaft, Bildungspraxis und öffentlicher Verwaltung zu fördern, stellt eine notwendige Aufgabe dar, die aktuell diskutiert wird. Hieraus können wichtige Impulse für eine wissenschaftsbasierte Stadtentwicklung erfolgen. Die Transferstelle Bildung bietet hierfür einen guten Ansatzpunkt.

 
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