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4.3.2 Themenfelder und Zielgruppe der Transferstelle Bildung

Mit der Transferstelle Bildung würden aktuelle bildungspolitische Fragestellungen in den Blick genommen. Dies beträfe Entwicklungen im Bereich Demographie bis hin zu Ganztagsschulen und außerschulischen Angeboten. Ein Thema, mit dem sich die Transferstelle beschäftige, sei auch die Qualität in der Hochschulbildung, insbesondere der Praxisbezug in den Lehramtsstudiengängen. Einen weiteren Schwerpunkt bilde das Thema Bildungsungleichheiten. So stehen aus Sicht des Initiators Aspekte starker Selektivität des Bildungswesens und damit verbundene Problemlagen wie Übergänge, Benachteiligungen und Nichtausschöpfung von Potenzialen im Fokus. Zielgruppen der Transferstelle seien damit insbesondere Schulen in benachteiligten Stadtteilen und Akteure, die im sozialpädagogischen Feld aktiv sind, wie Einrichtungen der Jugendhilfe oder der Jugendförderung. Einbezogen würden auch viele nicht-schulische Akteure in der sozialpädagogischen Unterstützung, die sich durch eine größere Flexibilität und einen größeren Entfaltungsspielraum hinsichtlich des Einsatzes ihrer Ressourcen kennzeichnen ließen. In diesem Zusammenhang werden Partner aus dem Bereich Sport erwähnt, die viele Bildungsangebote bereitstellten und damit Jugendliche erreichten.

Grundsätzlich sei die Transferstelle zwar weder auf ein Bildungssegment noch auf eine besondere Lebensphase beschränkt, Ziel sei es aber dennoch nicht, alle potentiellen Bildungsanbieter, -abnehmer oder -beteiligte in Projekte oder Netzwerke einzubinden. Es gehe um eine Vertiefung und um eine begründete Auswahl, welche Beiträge für die Verbesserung von Mainz als Bildungslandschaft in Zukunft wichtig seien.

Im Rahmen der zweiten Befragungsrunde wurden im Gesprächsverlauf die Bereiche Lehrerbildung, Schulen und Sport als Themenfelder bzw. Zielgruppen genannt, die das Angebot der Transferstelle stark nutzten. So habe der Sportbund Rheinhessen, der bereits Kontakte mit der Sportwissenschaft der JGU pflege, mehrfach Interesse an einer intensiveren Zusammenarbeit mit der Wissenschaft bekundet. In den Bereichen Weiterbildung, berufliche Bildung, Ehrenamtsinstitutionen und Schulen seien bereits relativ viele Partner und Multiplikatoren beteiligt, häufig allerdings nicht aus Wissenschaftseinrichtungen, sondern z.B. aus Beratungsinstitutionen. Im Wesentlichen stünden kommunale Akteure im Fokus. Das Profil der Universität, die Ausrichtung der einzelnen Fachbereiche und einzelnen Professuren seien ausschlaggebend dafür, welche Themen nachgefragt würden. Auf universitärer Seite bildeten insgesamt die im Aufbau befindlichen Fachdidaktiken eine gute Möglichkeit, die Kooperation zwischen Universität und Bildungspraxis zu intensivieren. In anderen Bildungsbereichen, wie der Erwachsenenbildung, hänge die Kooperation sehr stark von der Bereitschaft und der Fähigkeit der universitären Lehre ab, sich mit der Bildungspraxis zu beschäftigen, erklärt der Initiator. Mit Blick auf Wissenskommunikation im Bildungsbereich könnten Projekte einen Schwerpunkt darstellen, die im weitesten Sinne zur Nachwuchsförderung oder Verbesserung der Lehre beitragen würden (bspw. Qualifizierungsarbeiten, studentische Projekte). Hier seien die Zielgruppen auf

Seiten der Universität zu identifizieren.

 
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