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4.2.8 Standortmarketing und Kommunikationsstrategie

Der Titel Stadt der Wissenschaft soll dazu beitragen, das Image und die Sichtbarkeit der Gewinnerstadt als Wissenschaftsstadt zu erhöhen. Dem Standortmarketing und der Kommunikationsstrategie kommen zentrale Rollen im Rahmen des Wissenschaftsjahres selbst und darüber hinaus zu.

Kommunikation, Pressearbeit sowie Werbemaßnahmen im Rahmen von Stadt der Wissenschaft würden durch das Projektbüro in Zusammenarbeit mit dem Pressereferat der Stadt Mainz durchgeführt. Bestimmte Themen würden darüber hinaus über die Abteilung Presse und Kommunikation der JGU kommuniziert, die u.a. über einen Verteiler aller Pressesprecher der Wissenschaftseinrichtungen verfüge. Falls grundsätzlicher Entscheidungsbedarf im Bereich Kommunikation, Pressearbeit sowie Werbemaßnahmen bestehe, werde der Lenkungsausschuss einbezogen, erklärt ein Mitglied desselben im Rahmen der ersten Befragung.

Für die Pflege der Homepage als zentraler Kommunikationsplattform zeichne die Stadt verantwortlich. Verschiedene Beteiligte besäßen Zugriffsrechte und könnten ihre Veranstaltungen auf der Homepage eintragen. Das Konzept sei mit einer Agentur[1] und dem AK Medien erarbeitet worden, in dem verschiede-ne Kommunikationsexperten aus JGU und FH Mainz vertreten seien, die insgesamt die Erstellung des Kommunikationskonzeptes unterstützt hätten.

Die Kommunikationsstrategie sei sehr breit angelegt, bürgerfreundlich und nutze nach Aussagen des Lenkungsausschusses alle Medien (Print, Funk und Fernsehen, Internet, Social Media), um verschiedene Zielgruppen anzusprechen.

Im Wissenschaftsjahr nutzt die Stadt neben dem Titel die abgewandelte Einstein-Formel E = MZ2 als Aktionslogo, um auf sich aufmerksam zu machen. Folgende Kommunikationsmittel werden im Rahmen von Stadt der Wissenschaft eingesetzt:

Ÿ Plakate und Flyer: Plakatkampagnen bewerben sowohl allgemein Stadt der Wissenschaft als auch größere Veranstaltungen

Ÿ Printmedien: z.B. Sondereinlagen in der Allgemeinen Zeitung (AZ)

Ÿ Autobahnbzw. Straßenschilder[2]: Diese Idee habe die Stadt Mainz im Rahmen eines Besuches in der Stadt Oldenburg aufgegriffen, die im Vorjahr den Titel Stadt der Wissenschaft getragen hat.

Ÿ Brückenund Gebäudebanner, Fahnen und Plakatierungen an Litfaßsäulen

Ÿ eine Homepage (emz2.de)[3]

Ÿ zwei Halbjahres-Veranstaltungskalender: digital und gedruckt verfügbar

Ÿ Stadt der Wissenschaft-Bus der Mainzer Verkehrsgesellschaft (vgl. Landeshauptstadt Mainz 2012b: 15ff.).

Hinzu komme die Berichterstattung durch die Medienpartner wie AZ, SWR und ZDF. Die Kommunikation erfolge zudem durch in der Innenstadt sichtbare Projekte wie zeit.fenster.

Zum Zeitpunkt der ersten Befragung hätten der Stadt zwei Publikationsanfragen vorgelegen, um sich als Stadt der Wissenschaft präsentieren zu können: von Seiten des Stifterverbands zum Thema wissensbasierte Stadtentwicklung (vgl. LISOWSKI et al. 2011) und seitens des Vitro Verlags, der eine Publikation über Wissenschaft plane und herausragende Forschungsprojekte aus Mainz darstellen wolle. Ein Ausstellungskatalog der Spektrale sei eine dritte Publikation, die – unterstützt durch den Hermann Schmidt Verlag – zum Zeitpunkt der Befragung in Planung sei, erklärt ein Mitglied des Lenkungsausschusses. [4]

Der Titelgewinn werde hauptsächlich in Mainz beworben, die Bewerbung größerer Projekte oder Allgemeinwerbung erfolge ferner im übrigen Rhein-Main-Gebiet und teilweise auch in Berlin, hauptsächlich durch Plakate sowie über die Verlagsgruppe Rhein-Main, zu der neben der AZ der Wiesbadener Kurier gehört. Durch die Autobahnschilder und den Presseverteiler werde versucht, die Information über den Titelgewinn auch bundesweit zu verbreiten. Zudem bestehe ein enger Austausch mit der Mainzer Touristikzentrale als einer ersten Anlaufstelle, wenn sich Personen über Mainz informieren möchten.

Die Information über den Titelgewinn wird auch über die beteiligten Persönlichkeiten verbreitet. So verträten der Oberbürgermeister, der Sprecher der Mainzer Wissenschaftsallianz und die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur nicht nur die „Toptermine“ (LA I) im Rahmen von Stadt der Wissenschaft nach außen, sondern nutzten auch in anderen Kontexten die Gelegenheit, den Titelgewinn publik zu machen. Durch die Einbindung der Wirtschaft und die Begeisterung der beteiligten Akteure werde die Information über den Titelgewinn weitergetragen und damit das Image der Stadt Mainz als Wissenschaftsstadt gestärkt.

In der breit angelegten Kommunikationsstrategie und der großen Unterstützung durch die Medien im Rahmen von Stadt der Wissenschaft zeigen sich die Vorteile einer Medienstadt. Wenngleich die Pressearbeit und Werbemaßnahmen einen lokalen Fokus haben, stellt dies den ersten Schritt einer Bekanntmachung und Imagebildung auch über die Grenzen der Stadt hinaus dar.

  • [1] 2m Advertising GmbH (2m-advertising.de/2m-startseite)
  • [2] Angebracht an der Abfahrt der Theodor-Heuss-Brücke, an der Saarstraße und am Mombacher Kreisel sowie an der A60 Richtung Frankfurt a. M. und Richtung Bingen
  • [3] Besucherstatistik der Homepage Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011 (emz2.de) siehe Anhang Nr. 15
  • [4] Lediglich die Publikation des Stifterverbands wurde realisiert (vgl. LISOWSKI et al. 2011)
 
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