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4.2.6 Vorund Nachteile der Netzwerkbildung

In Kapitel 2.4 wurden aus den konzeptionellen Ansätzen Vorund Nachteile von Netzwerken abgeleitet. So werden Netzwerke zusammenfassend als Chance gesehen, Beziehungen für die Lösung von Aufgaben und Problemen zu aktivieren, da durch sie eine Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen erfolgt. Synergieeffekte können genutzt, Kosten minimiert werden. Auch wurden Netz-

werke mit Blick auf Innovationsprozesse als entscheidend hervorgehoben. Gerade durch Akteure, die sich durch Mehrfachmitgliedschaften in mehreren Organisationen auszeichnen, werden positive Effekte durch eine intensive Vernetzung erwartet. Nachteile liegen u.a. in einer Segmentierung durch eine Selektivität der Mitglieder und im lock-in-Effekt. Schwierigkeiten können sich hinsichtlich des Aufbaus einer geeigneten Organisationsstruktur und bzgl. der Koordination von Netzwerken ergeben. Im Rahmen der Gesamtbefragungen wurden die Akteure mit Blick auf das Wissenschaftsjahr nach Vorund Nachteilen, Nutzen und Kosten, etwaigen Konkurrenzen, den größten Nutznießern sowie dem Nutzen der Netzwerkbildung für die eigene Einrichtung befragt.

Die Netzwerkbildung in der Bewerbungsund Vorbereitungsphase von Stadt der Wissenschaft wird von einer herausragenden Mehrheit der Befragten als ausschließlich positiv betrachtet. Viele der in Kapitel 2.4 angeführten Vorteile (wie Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen sowie Nutzung von Synergieeffekten) werden beobachtet.

Die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Bereichen und Institutionen habe zu vielen neuen Ideen und Projekten geführt, so der Vorsitzende des Kuratoriums. Netzwerkarbeit bedeute jedoch auch, Projekte untereinander absprechen zu müssen, was zu Verzögerungen bei der Umsetzung führen könne. Der Kuratoriumsvorsitzende weiter:

„Ich denke aber, dass der Nutzen dennoch überwiegt, insbesondere im Hinblick auf eine langfristig positive Stadtentwicklung, für die die Kenntnis dessen, was andere planen, und enge Netzwerke wichtig sind“ (K I).

Mit der Netzwerkbildung werden auch seitens der Befragten des Lenkungsausschusses überwiegend Vorteile verbunden. Insbesondere kleinere Wissenschaftseinrichtungen, denen personelle und finanzielle Kapazitäten fehlten, profitierten von der Netzwerkbildung, so ein Interviewpartner, bspw. indem sie sich auf Veranstaltungen wie dem Wissenschaftsmarkt präsentieren könnten, den die Wissenschaftsallianz organisiere. Einen erheblichen Arbeitsaufwand bedeute Netzwerkbildung und Organisation von Veranstaltungen v.a. für große wissenschaftliche Einrichtungen, die als Hauptträger die Kosten bzw. Infrastruktur und Personalressourcen tragen würden. Die kleinen Einrichtungen würden aufgrund ihrer Kompetenz jedoch von den „Zahlern“ (LA I) geschätzt, ein Partnerverständnis werde gelebt. Dies berichten sowohl Befragte großer als auch kleiner Einrichtungen:

„Partner sein, Kooperationspartner sein – das wurde von Anfang an gelebt. Es war nie so, dass einer versucht hat, den anderen zu dominieren. Und es gab auch Spielregeln der Kommunikation. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass wir von Anfang an gemeinsam mit der Stadt festgelegt haben, wie kommuniziert wird, wer kommuniziert, wie Partner genannt werden. Und das hat immer funktioniert“ (LA I).

Die Netzwerkbildung erleichtere die Zusammenarbeit auf der Arbeitsebene erheblich. Die JGU und die Wissenschaftsallianz profitierten z.B. von einem

„kommunikativen Effekt“ (LA I) durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt; die stärkere Vernetzung habe zu einem deutlichen Schub in der Kommunikation beigetragen. Die Identifikation der Stadt mit Veranstaltungen wie dem bislang durch die JGU organisierten Wissenschaftsmarkt werde stärker, ein Aspekt, der die Arbeit insgesamt vereinfache. Durch die Darstellung der Dichte des Angebots werde die Wahrnehmung in der Bevölkerung zudem größer und ihr Bewusstsein für Wissenschaft verstärkt, worin ein zentrales Ziel des Wettbewerbs liege.

Ein Mitglied des Lenkungsausschusses äußert im Rahmen der ersten Befragung Bedenken, dass es zu einer Konkurrenzsituation zwischen den Hochschulen kommen könne:

„Was ich nicht hoffe ist, dass wir uns in irgendeiner Weise bei überschneidenden Kompetenzen kannibalisieren – was auch mal vorkommt im Konkurrenzkampf […]. Es gibt Bereiche, die sowohl in der Uni als auch in der FH vorhanden sind, bei denen der kleinere Partner nicht einfach eingemeindet werden und ungefragt bleiben kann. Das wäre dann schon ein echter Nachteil“ (LA III).

Diese Befürchtung wird jedoch nicht durch Äußerungen anderer Befragter bestätigt.

Auch die Projektkoordination gibt im Rahmen der ersten Befragungsrunde an, bisher nur vom Nutzen der Netzwerke zu profitieren. Im Rahmen von Gemeinschaftsprojekten müssten jedoch Kompromisse eingegangen werden. Dies sei auch mit der Bereitschaft verbunden, sich für das gemeinsame Ziel und Gesamtprojekt zurückzunehmen, z.B. durch die Außendarstellung unter einem gemeinsamen Logo.

Die AK-Mitglieder erhoffen sich aus den entstandenen Netzwerken bzw. Kontakten insbesondere längerfristige Vorteile im Bereich Kooperationen und Zusammenarbeit (88 %) sowie Aufmerksamkeit für eigene Aktivitäten (57 %). Auch der Zugang zu Know-how / Informationen (43 %) sowie Vertrauensbildung (34 %) und Diffusion neuen Wissens (25 %), ferner kollektives Lernen (21 %) werden als Vorteile aus längerfristigen Netzwerken und Kontakten angesehen.[1] Ein Befragter führt an: „Man lernt sich persönlich kennen, das vereinfacht manches“ (AKM).

Ein AK-Leiter verweist auf die Notwendigkeit einer längerfristigen Perspektive von Netzwerken bzw. Kooperationen, um Vorteile erkennen und nutzen zu können:

„Man kann sehr schnell eine Kooperation eingehen, aber es braucht eine Weile, bis man tatsächlich den Mehrwert der Kooperation erkannt hat und sie nicht nur als Lippenbekenntnis dafür sieht, für eigene Projekte Geld aus einem neuen Geldtopf abzugreifen“ (AK III).

Auch rückblickend sehen die Befragten mit Blick auf das Wissenschaftsjahr lediglich im zeitlichen Aufwand einen Nachteil, ansonsten werden ausschließlich Vorteile mit der Netzwerkbildung verbunden:

„Miteinander zu arbeiten, voneinander zu wissen, Möglichkeiten zu sehen, wo man zusammenarbeiten kann – sehe ich grundsätzlich positiv […]. Nachteile, die daraus entstehen würden, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen“ (SA II).

Im Zusammenhang mit etwaigen Nachteilen wird auf die Freiwilligkeit und Lebensdauer von Netzwerken verwiesen. Netzwerke, die nicht mehr funktionierten oder nicht mehr gebraucht werden, würden sich auflösen.

„Das ist eine Freiwilligkeit, wie ein Ehrenamt, wo ich eben aus der Sinnhaftigkeit meines Tuns mich hier vernetze und vielleicht auch Spaß habe, weil ich auf einem Level arbeiten und Projekte umsetzen kann, die ich alleine nicht schaffe. Wenn das nicht funktioniert, ist das Netzwerk ja sofort tot.“ (LA I).

„So ein Netzwerk hat im Prinzip immer nur Vorteile. In dem Moment, wo es nicht mehr funktioniert, wird es nicht mehr gelebt“ (LA I).

Schwierigkeiten im Rahmen von Stadt der Wissenschaft ergäben sich allerdings hinsichtlich der Größe (bei der Kommunikation) und des Zusammenhaltens des Netzwerks:

„Das Schwierige ist eher, in so einem großen Rahmen wie der Stadt Mainz, die ein unendliches Potenzial in diesen unterschiedlichen Bereichen hat: Wie halte ich diese Netzwerke zusammen?“ (LA I).

Befragt nach dem Verhältnis von Nutzen und Kosten erklärt der Leiter des AK Wirtschaft, dass Kosten im Rahmen von Netzwerkbildung immer entstünden, durch Arbeitskräfte, Raummiete sowie Catering. Mit Blick auf die städtischen Haushalte sei Netzwerkbildung Abwägungssache. Die übrigen Befragten äußern sich diesbezüglich ausschließlich positiv: Aufgrund der beschränkten finanziellen Möglichkeiten der Stadt Mainz seien Kooperationen zwischen Stadt, Hoch-schulen und dem Land nötig, um Synergien nutzen und Projekte realisieren zu können, so Meinungen aus den Reihen des Lenkungsausschusses und der AKLeiter.

Die Weiterentwicklung von Ideen auf einer breiteren Basis, die Bündelung von Ressourcen, Erfahrungen und Aktivitäten unter einem gemeinsamen Ziel, werden als wesentliche Vorteile der Netzwerke gesehen, die im Rahmen von Stadt der Wissenschaft entstanden seien. Dass Akteure lediglich Eigennutz verfolgten, sei nicht zu beobachten gewesen. Die Projektkoordination berichtet:

„Es könnte auch eine Gefahr sein, dass Leute stärker ihre eigenen Ziele verfolgen wollen. Das habe ich aber in unseren Netzwerken nicht feststellen können. Es war wirklich ganz klar, dass wir gemeinsam diese Stadt der Wissenschaft auf die Beine stellen wollen, in unterschiedlichen Projekten. Und deswegen habe ich das eigentlich nur als positiv wahrgenommen und habe auch nur positives Feedback bekommen von den Projektpartnern“ (SA I).

Vorteile liegen aus Sicht vieler Befragter darin, neue Bereiche und zuständige Personen persönlich kennengelernt zu haben, mit denen nun ein Austausch auf anderer Ebene möglich ist und künftig Ideen entwickelt und Projekte realisiert werden können (vgl. Kap. 4.2.5).

Der Leiter des AK Wirtschaft verweist auf die positiven regionalökonomischen Wirkungen von Netzwerken. Sie trügen u.a. dazu bei, Unternehmen an den Standort zu binden:

„Langfristig sind wir natürlich daran interessiert, dass die Unternehmen, die wir am Standort haben, weiterhin bestehen, weiter wachsen, Arbeitsplätze schaffen, sich einbringen in die Gemeinschaft“ (AK VI).

„Wenn wir hier einen adäquaten Ansprechpartner für Unternehmen XY haben, muss es nicht woanders suchen“ (AK VI).

Befragt nach etwaigen Konkurrenzen, geben alle Befragten an, dass solche im Rahmen von Stadt der Wissenschaft unter den Projektbeteiligten nicht wahrzunehmen gewesen seien:

„Sagen wir mal eher so: ein wissenschaftlicher Wettstreit, der dann in einigen Bereichen stattgefunden hat. Aber ich glaube, das ist auch ganz wichtig, dass das überhaupt stattgefunden hat […]. Ich denke, dieser Wettstreit war durchaus positiv zu sehen und hat ja dann auch Verbindungen gebracht. Man kam ins Gespräch und hat dann erst einmal festgestellt: Ach ihr macht ja auch was in diesem Bereich oder versucht, was zu machen. Wie können wir das verbinden? Das habe ich als sehr positiv angesehen“ (AK V).

Die Atmosphäre wird von vielen Befragten als sehr kooperativ bezeichnet, jeder habe sich nach seinen Möglichkeiten eingebracht.

„Das Interessante war, dass Konkurrenz nie ein Thema war. Weder 2010 in der Vorbereitung, noch 2011 im Jahr, noch jetzt. Und das liegt an der Wertschätzung, die man den jeweiligen Partnern gegenüber entgegenbringt“ (LA I).

Darüber hinaus wurden die Interviewpartner gefragt, welche Bereiche bzw. Einrichtungen aus ihrer Sicht den größten Nutzen aus der Netzwerkbildung im Rahmen des Wissenschaftsjahres gezogen haben. Hierbei werden am häufigsten die Stadt selbst, die Museen und die FH Mainz mit ihrem Fachbereich Gestaltung genannt.

Die Stadt hat nach Ansicht eines AK-Leiters mit Blick auf das Stadtimage einen sehr großen Nutzen gezogen. Sie habe außerdem „den Fuß in die Türen der Wissenschaftler bekommen“ (LA IV), so ein Mitglied des Lenkungsausschusses, früher hätten z.T. Barrieren bestanden. Im Zusammenhang mit der Zukunftskonferenz 2012 sei die Idee entstanden, die Region noch stärker miteinzubinden und dadurch der Gesamtregion einen Vorteil zu verschaffen.

Die Museen, insbesondere die städtischen, haben nach Meinung mehrerer Befragter einen großen Nutzen aus dem Titelgewinn und den entstandenen Netzwerken gezogen und konnten ihre Wahrnehmung deutlich steigern. Der Titelgewinn habe hier „einen absolut enormen direkten Effekt gehabt“ (AK III). Stadt der Wissenschaft habe den Museen Möglichkeiten verschafft, in den öffentlichen Fokus zu rücken, indem Ausstellungen realisiert werden konnten, die sonst nicht zustande gekommen wären. Das RGZM habe darüber hinaus mit Blick auf die Renovierung des Museum für Antike Schifffahrt (Schifffahrtsmuseums) vom Titelgewinn profitiert.

Hinsichtlich der Hochschulen wird der Fachbereich Gestaltung (Lehreinheiten Mediendesign und Kommunikationsdesign) der FH Mainz von vielen Befragten als besonderer Profiteur der Netzwerkbildung genannt, indem er sich für die Realisierung von Projekten Möglichkeiten erschlossen habe, auch in Richtung Sponsoring. Das gelte jedoch im weiteren Sinne für alle Projektbeteiligten. Gerade die entstandenen Wirtschaftskontakte werden als wertvoll erachtet. Auch aus Sicht des FH-Präsidenten habe die FH Mainz im Rahmen des Wissenschaftsjahres die Chance genutzt, sich einzubringen. So seien bei der Neugestaltung des Schifffahrtsmuseums Kommunikationsdesigner beteiligt, insbesondere um kommunikationstheoretische Ansätze in der Museumspädagogik umzusetzen. Ungewöhnliche Kooperationen seien entstanden, z.B. zwischen Innenarchitekten (FH Mainz) und Germanisten (JGU), außerdem im Rahmen erfolgreicher Ausstellungen wie Skop oder Moving Types.

„Solche Dinge, die gibt es an vielen Stellen. Die hätte man ohne Wissenschaftsstadt nicht gehabt“ (SA II).

Auch die JGU habe profitiert: Die Größe der Universität und die Vielfältigkeit ihrer Forschungsbereiche seien durch die Teilnahme sehr viel präsenter.

„Ich glaube schon, dass das auch für die Uni ein großer Imagegewinn war und auch ein Attraktivitätsgewinn, weil es einfach so viele Veranstaltungen waren“ (LA IV).

Für andere Befragte ist neben den beteiligten Institutionen die Bevölkerung der größte Nutznießer der Netzwerkbildung, da sie von den vielen Angeboten profitiere:

„Das ist immer lehrreich, wenn ich etwas durchführe – man lernt ja auch selbst dabei. Gerade für diesen AK Jugend waren es auf jeden Fall auch die Familien mit ihren Kindern, die diese Veranstaltungen besucht haben. Oder jetzt z.B. was diese Ausstellung Mathematik begreifen betrifft: Schulklassen. Das war für die ein großer Nutzen. Es waren eigentlich alle Schultypen vertreten und es ging auch in die Region hinein“ (AK IV).

Neben Vorund Nachteilen der Netzwerkbildung, etwaigen Konkurrenzsituationen und den größten Profiteuren von Stadt der Wissenschaft wurde nach dem Nutzen der Netzwerkbildung für die eigene Einrichtung gefragt.

Von Seiten des AK-Leiters Wirtschaft wird der Nutzen der Netzwerkbildung für die eigene Einrichtung in der Zusammenführung oder Vorstellung der einzelnen Beteiligten an einem Tisch gesehen, insbesondere im Bereich Wirtschaft und Wissenschaft.

Für den Leiter des AK Gesellschaft bedeuten die Netzwerke einen Gewinn und Nutzen in der städtischen Planung, weil sich die Kontakte erweitert hätten, insbesondere durch die Transferstelle Bildung. Zwar hätten immer Kooperationen zwischen Stadt und Universität bestanden, früher sei es jedoch viel schwieriger gewesen, mit der Universität in Kontakt zu treten und über die begrenzten Möglichkeiten (Dauer und Qualität) von Diplomarbeiten hinaus, Themen im Rahmen eines Projektes zu bearbeiten:

„Was bei Stadt der Wissenschaft passiert ist, ist ja hochwertige Wissenschaft in die Stadt reingebracht. […] Die früheren Projekte waren sehr punktuell, sehr vereinzelt, zeitlich sehr begrenzt. Und hier gibt es jetzt mit Stadt der Wissenschaft Projekte und man stellt fest: Es haben beide Seiten etwas davon“ (AK I).

Für viele Einrichtungen in der Stadt sei die JGU präsenter, auch als Partner. Dies zeige sich in häufigen Kooperationsanfragen. Gleichzeitig sehe die Universität

als öffentlich finanzierte Einrichtung einen gesellschaftlichen Auftrag im Transfer und im zur Verfügung stellen und im Verbreiten von Wissen, was durch viele Formate erfolge. Dass diese Aufgabe von Seiten der Universität ernst genommen werde, zeige sich im Exzellenzund Zukunftskonzept. Hochschulen profitierten von Kooperationen, indem sie Zugänge zu Einrichtungen und Daten erhielten, um Erkenntnisse über bestimmte Phänomene zu erlangen. Der Wissenstransfer durch Netzwerke müsse nun in festere Strukturen überführt werden, um nachhaltig auf einem höheren Niveau agieren zu können. Trotz des Aufbaus von Kommunikationsund Informationsstrukturen im Rahmen des Wissenschaftsjahres würden Fragen der Finanzierung von Studien jedoch auch weiterhin bestehen. Zwei Befragte berichten:

„Dass man diesen Erkenntnisgewinn einfordert und vielleicht dort bessere Schnittstellen für die Uni basteln kann – das hat sich verändert, es ist einfacher geworden“ (AK I).

„Wenn diese Kommunikationsstrukturen und auch die Informationsstrukturen, die entstanden sind, genutzt werden, dann werden sie allen Gruppierungen auch was bringen – aber nur dann. Aber mein Eindruck ist, dass zumindest in einigen Bereichen durchaus sehr viel Leben ist und dass auch von allen Seiten das Interesse besteht, dieses Leben zu erhalten und letztlich auch noch ein bisschen auszufüllen“ (AK V).

Eine AK-Leitung erklärt, die Stadtverwaltung habe die Ressourcen, die durch die Hochschulen am Standort vorhanden seien, bislang zu wenig genutzt, auch, weil

z.T. zu wenige Informationen verfügbar gewesen seien. Im Rahmen von Stadt der Wissenschaft hätten sich die Einrichtungen kennengelernt. Hieraus würden sich viele Möglichkeiten ergeben, die, wenn sie genutzt würden, für die Stadt insgesamt sehr positiv sein könnten.

 
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