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Resümee zur Ausgangslage

Bezugnehmend auf die in Kapitel 2.3.4 herausgestellten Merkmale sind erhebliche Potenziale mit Blick auf die Etablierung der Stadt Mainz als Wissenschaftsstadt zu verzeichnen:

So sind zunächst eine hohe Dichte wissenschaftlicher Einrichtungen und forschender Unternehmen sowie ein breites Angebot hochqualifizierter Arbeitskräfte, insbesondere in Form von Hochschulabsolventen, hervorzuheben. Eine gute Wissensinfrastruktur ist vorhanden, wobei im Bereich des Technologietransfers Optimierungsbedarf besteht. Kompetenzfelder bzw. Cluster bestehen u.a. in der Medienund Gesundheitsbranche, vorhandene Netzwerke unterstützen den Austausch zwischen Akteuren. Hinsichtlich Kooperationsmöglichkeiten und Netzwerkbildung kann sowohl die überschaubare Größe der Stadt, als auch ihre Einbettung in die Metropolregion Rhein-Main mit einer hohen Konzentration an Wissensindustrien als positive Voraussetzung angesehen werden. Aus städtebaulicher Sicht entsteht mit der 2009 durch einen Neubau erfolgten Angliederung der FH Mainz an das Campusgelände der JGU und den ebenfalls auf dem Campus befindlichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen (s.o.) ein nahe dem Zentrum gelegenes Wissensareal. Umfangreiche Neubauund Sanierungsmaßnahmen[1] haben in den letzten Jahren zu einer Verbesserung der Infrastruktur (u.a. Neubau von Studierendenwohnheimen und Kinderbetreuungsein- richtungen) und Schaffung von Kommunikationsräumen auf dem Campus beigetragen (vgl. Johannes Gutenberg-Universität Mainz 2014b). [2] Das umliegende Gelände ermöglicht die Ansiedlung weiterer Wissensindustrien sowie wissensbasierter Unternehmen zur Förderung des Austauschs zwischen Wissensproduktion und -anwendung und sollte genutzt werden, um das Konzept eines Knowledge Clusters umzusetzen. Mainz bietet ein attraktives Lebensumfeld, wobei u.a. hohe Mietpreise, der Rückgang von Grünflächen, Fluglärm und eine hohe Feinstaubbelastung (vgl. auch Kap. 4.2.11) Anlass zur Kritik geben und Maßnahmen erfordern. Bestehende Aktivitäten im Bereich der Wissenschaftskommunikation sind positiv hervorzuheben.

Insgesamt sind damit gute Voraussetzungen für eine wissenschaftsbasierte Stadtentwicklung gegeben. Hieran knüpft das Konzept der Stadt Mainz an, das im Rahmen der Antragstellung um den Titel Stadt der Wissenschaft 2011 formuliert wurde und das im Folgenden vorgestellt wird.

  • [1] „Insgesamt sollen in der Zeit zwischen 2005 und 2020 auf dem Gutenberg-Campus und dem Campus der Universitätsmedizin Mainz Neubauund Sanierungsmaßnahmen im Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro abgeschlossen werden“ (Johannes Gutenberg-Universität Mainz 2013b)
  • [2] Neben den Investitionen durch das Land ist die 2009 erfolgte Zuwendung des PharmaUnternehmens Boehringer Ingelheim in Höhe von 100 Millionen Euro zur Errichtung eines Exzellenzinstituts im Bereich Lebenswissenschaften zu erwähnen (Johannes GutenbergUniversität Mainz 2014d)
 
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