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6 Synthese und Schlussbemerkungen

Als wiederkehrendes Element für die vollständige Erfassung der jeweiligen Verantwortlichkeiten wurde in der Arbeit die Beziehung der Consumer und der Corporate Social Responsibility in den Blick genommen. In Kapitel 4.3.6 habe ich den grundsätzlichen Charakter dieser Beziehungen ausgeführt und in Kapitel 4.4.3.2 gezeigt, wie Konsumenten vertikal Einfluss auf Unternehmen ausüben können. Zudem habe ich im empirischen Teil der Arbeit sowohl die Rolle der Konsumenten als auch die der Unternehmen in der öffentlichen Wahrnehmung analysiert. Insgesamt habe ich dabei überwiegend die Perspektive der Consumer Social Responsibility eingenommen. Im Folgenden werde ich daher, bevor ich zu den Schlussbemerkungen komme, diese verschiedenen Stränge der Beziehung von CSR und ConSR in einer Art Synthese zu vier verschiedenen Typen bzw. Szenarien verdichten und dabei die Perspektive der Unternehmen stärker einbeziehen. So kann abschließend verdeutlicht werden, welche Potenziale in der gemeinsamen Verantwortung von Konsumenten und Unternehmen liegen. Zugleich werden damit Anstöße für eine weiterführende Forschung intendiert, die sich theoretisch und empirisch verstärkt mit der Beziehung der Consumer und der Corporate Social Responsibility auseinandersetzt.

6.1 Synthese zum Verhältnis von Consumer und Corporate Social Responsibility

Die vier Szenarien der (mehr oder weniger) gemeinsamen Verantwortungsübernahme von Unternehmen und Konsumenten bezeichne ich als „Gegenmachtszenario“, „Grünes Wachstum“, „Isolationsszenario“ und als „Verantwortungsgemeinschaft“.1403 Die Szenarien sind jeweils unterschiedlich stark auf die Konfliktoder Kooperationssowie die Effizienzoder Suffizienzstrategie bezogen und sie bergen unterschiedliche Potenziale für nachhaltiges Konsumieren und Produzieren, weswegen ich jeweils ihre Chancen und Grenzen diskutiere. Es handelt sich dabei um vier Ausprägungen, die aus der bisherigen Analyse zusammenfassend abgeleitet werden können und die sich auch in der herangezogenen Literatur sowie ansatzweise in den analysierten Zeitungsartikeln wiederfinden. Sie sind hier idealtypisch dargestellt und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Tatsächlich dürften etliche Varianten und Überschneidungsmodelle dieser vier Szenarien bestehen, zumal Konsumenten unterschiedlichen Lebensstilen angehören und auch die Bandbreite verschiedener Unternehmenstypen, etwa solcher, die im Zentrum der Nachhaltigkeitskritik stehen, und solcher, die ihre Tätigkeit einem nachhaltigen Ziel widmen, sehr groß ist.

 
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