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7 Methoden

Zur empirischen Beantwortung der Forschungsfragen wurde eine von einem beauftragten Meinungsforschungsinstitut durchgeführte für die deutsche Gesamtbevölkerung repräsentative Telefonbefragung (CATI) vorgenommen. Die Finanzierung der Datenerhebung erfolgte im Rahmen des von der DFG geförderten Projekts „Jenseits des Werther-Effekts: Die Bedeutung von Medien im Kontext depressiver Erkrankungen und suizidalen Verhaltens“. Die zur Verfügung stehenden Drittmittel haben eine solche umfangreiche Befragungsstudie zu Medien und psychischer Gesundheit ermöglicht. Über den Zeitraum der telefonischen Befragung wurde zudem eine zweiwellige Online-Panelbefragung anhand einer anderen, nicht-repräsentativen Stichprobe realisiert. Ziel des Untersuchungsdesigns war es, einerseits belastbare Aussagen über Zusammenhänge zwischen suizidrelevanten Prädispositionen, Medienhandeln und Suizidalität auf einer repräsentativen Datenbasis zu treffen und andererseits Anhaltspunkte über die Richtung dieser Zusammenhänge zu bekommen. Die gleichzeitige Datenerhebung sollte eine grundsätzlich gleiche Medienberichterstattung im Erhebungszeitraum sicherstellen. Das methodische Vorgehen im Rahmen der Untersuchung ist schematisch in Abbildung 19 dargestellt.

Um relevante Bereiche des Forschungsfeldes zu identifizieren, wurden zu Beginn der Untersuchung qualitative Interviews mit Experten für Depression bzw. Suizidalität geführt. Die aus diesen Gesprächen gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Entwicklung des Fragebogens ein. Dieser wurde anhand einer studentischen Stichprobe (n = 157) einem Pretest unterzogen und im Anschluss daran abermals modifiziert. Dasselbe Erhebungsinstrument kam anschließend zwischen Juli und August 2013 im Rahmen einer bevölkerungsrepräsentativen Telefonbefragung (CATI; n = 2002) und einer zweiwelligen Online-Panelbefragung (vollständige Teilnahmen an beiden Befragungswellen n = 1377) zum Einsatz. In den folgenden Abschnitten wird genauer beschrieben, wie der Fragebogen aufgebaut war und welche inhaltlichen Konstrukte dabei erfasst wurden. Weiter wird die Bereinigung und Aufbereitung der Daten beschrieben sowie im Falle der repräsentativen Telefonbefragung auch auf die Gewichtung der Daten eingegangen. Damit schafft der Methodenteil die Grundlagen für eine transparente, intersubjektiv nachvollziehbare Beantwortung der aufgeworfenen neun Forschungsfragen aus den drei Themenkomplexen (vgl. Kapitel 6).

Abbildung 19. Methodisches Vorgehen im Rahmen der Untersuchung

In den folgenden Abschnitten wird zunächst die Durchführung der repräsentativen Telefonbefragung dargestellt, die die Grundlage für die zweiwellige OnlinePanelbefragung bildet. Letztere wird im Anschluss daran näher beleuchtet.

 
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