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4.4.3 Durchführung der Interviews

Im Vorfeld eines jeden Interviews wurden verschiedene Dokumente angefertigt, die als Begleitmaterial für die jeweiligen Interviews dienten: ein kurzer, zusammenfassender Text, der Aufschluss über den Rahmen des Interviews gibt und die Bestandteile des Interviewablaufs – Erzählung[1], Nachfragen zu dieser, freier Teil – erläutert, ein Datenblatt zum Erfassen einiger soziodemographischer Daten der Befragten mit Erklärung zur freiwilligen Teilnahme am Interview durch die Interviewten bzw. einer Zusicherung der vertraulichen Behandlung aller personenbezogenen Daten durch mich, um auch die Seriosität des Forschungsvorhabens zu verdeutlichen (vgl. Fuchs-Heinritz 2009, S. 256; Wolff 2010, S. 345) – diese wurden von mir unterzeichnet und an die Interviewten ausgehändigt (vgl. dazu im Anhang die ‚Zusicherung über Vertraulichkeit der Daten'). Ein Dokument wurde für die Anfertigung von Postskripta angefertigt (vgl. dazu im Anhang die ‚Postskripta der verwendeten Interviews'). Vor jedem Interview wurde das technische Equipment – Diktiergerät mit kleinem, externem Mikrophon bzw. Smartphone (Interview 08) – auf Funktionalität geprüft (vgl. Fuchs-Heinritz 2009, S. 247f.). Durch diese vorbereiteten Materialien war es möglich, neben dem eigentlichen Interview Notizen zum Kontext zu machen. Nach jeder Befragung wurde der persönliche Eindruck des Erlebten schriftlich festgehalten (vgl. ebd., S. 275f.).

Wurden die meisten Interviews an Orten geführt, in denen diese weitgehend ungestört verliefen, wurden das fünfte und sechste Interview in zwei unterschiedlichen Cafés durchgeführt. Es zeigte sich aber, dass diese öffentlichen Orte aus verschiedenen Gründen nicht geeignet waren. Die unruhige Grundatmosphäre, erzeugt durch das Kommen und Gehen von Gästen, Unterbrechungen durch das Servicepersonal, Hintergrundmusik und die Anwesenheit anderer Personen in Sichtund insbesondere Hörbereich waren nicht nur bei der Transkription herausfordernd – denn der Interviewort, so Fuchs-Heinritz (2009, S. 250), hat Einfluss auf das Erzählte[2].

  • [1] Mit ausreichend Platz für handschriftliche Notizen während der Interviews
  • [2] Dies zeigt sich besonders im sechsten Interview. Zu Beginn des Interviews erzählt der Befragte mit gedämpfter Stimme – das änderte sich, nachdem die meisten Gäste das Café nach der Mittagszeit verlassen hatten. Seine Stimme wurde hörbar lauter
 
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