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V Statt eines Schlussworts

Die Eschenburg-Debatte

Helmut König

[Erstveröffentlichung: Merkur 68 (2014), Heft 2, S. 166-170. Wiederabdruck mit freundlicher Genehmigung von Verfasser und Verlag.]

Unter den deutschen Politikwissenschaftlern tobt ein heftiger Konflikt. Theodor Eschenburg (1904-1999), einer der Gründerväter des Fachs nach dem Zweiten Weltkrieg und Namensgeber eines renommierten Preises der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), ist ins Gerede gekommen. Anfang 2011 wurde durch einen Aufsatz publik, dass Eschenburg 1938 als Leiter einer Prüfungsstelle der Reichsgruppe Industrie an der „Arisierung“ eines Berliner Unternehmens beteiligt gewesen ist. Ein Gutachten, das die DVPW daraufhin in Auftrag gab, bestätigte die Befunde im Wesentlichen. Nun stand die Frage im Raum, ob die Namensgebung des Preises noch aufrecht erhalten werden konnte. Claus Offe, der Preisträger des Jahres 2012, votierte in seiner Dankesrede bei der Entgegennahme der Ehrung im September 2012 in Tübingen dafür, den Preisnamen nicht länger beizubehalten. Vorstand und Beirat der DVPW entschieden Ende Oktober 2013, den Preis ganz abzuschaffen.

Das ist das Kerngeschehen. Begleitet wurde und wird es von Aufsätzen in wissenschaftlichen Zeitschriften, Podiumsdiskussionen, Tagungen, Berichten und Stellungnahmen in der regionalen und überregionalen Presse, bitterbösen Leserbriefen. Die Verteidiger Eschenburgs fahren allerlei schweres Geschütz auf. Es gibt jede Menge Unterstellungen, Sticheleien, Drohungen mit Austritt aus dem gemeinsamen Verbandund mit Spaltung; Hunderte von Emails gehen hin und her; es gibt offene und nichtoffene Briefe, die dann doch öffentlich gemacht und anschließend vom Absender widerrufen werden; es hagelt Vorwürfe, Verdächtigungen, wüste Unterstellungen, Richtigstellungen; Drahtzieher werden gesucht und gefunden; schrille Töne werden angeschlagen, es ist die Rede von infamer Kampagne, Inszenierung eines Skandals, Rufmord an einem Toten, Ehrabschneiderei, Mauschelei, Verrat, Demütigung, Opportunismus, Feigheit, Schwäche, unprofessionellem Verhalten, Ignoranz – alles in allem: ein ziemlich unappetitliches Gebräu, an dessen Zubereitung und Erhitzung sich auch einige regionale und überregionale Zeitungen nach Kräften beteiligen.

Eschenburg war nicht irgendwer. Er gehörte nach dem Krieg zu den ersten Professoren der Politikwissenschaft an deutschen Universitäten, er trug seinen Teil dazu bei, dass sich dieses am Anfang sehr umstrittene Fach sowie die nicht minder umstrittene Disziplin der Zeitgeschichte in der Bundesrepublik durchsetzen konnten, er setzte sich für die politische Bildung ein, er war einem größeren Publikum durch regelmäßige Kolumnen und viele Artikel in der Zeit bekannt, er suchte und fand Kontakt und Nähe zu namhaften Personen der politischen Tagespraxis und der Medien, er hatte viele Schüler und Anhänger, die ihn als „Lehrer der Demokratie“, „praeceptor germaniae“, „Demokrat über den Parteien“, „Leitfossil“ der frühen Bundesrepublik feierten und verehrten.

Das Scheinwerferlicht richtet sich nun auf zweierlei: zum einen auf das Verhalten Eschenburgs unter dem Nationalsozialismus, zum anderen darauf, wie Eschenburg nach Kriegsende die Zeit des Nationalsozialismus und sein persönliches Verhalten in ihr bewertet hat. Fest steht, dass er, nach eigenen Angaben, für kurze Zeit Mitglied der SS war; fest steht, dass er zwischen 1933 und 1945 als industrieller Geschäftsführer, also in einer leitenden Funktion, tätig gewesen ist und 1938 an der genannten „Arisierung“ beteiligt war. Fest steht ferner, dass er nach 1945 nur wenig über sein Verhalten unter dem Nationalsozialismus Auskunft gegeben hat und seine Beteiligung am „Arisierungsverfahren“ gar nicht der Rede wert fand.

Allerdings gibt es aus der Feder Eschenburgs eine Reihe von Stellungnahmen zu den Lebensläufen und Tätigkeiten prominenter anderer Personen, die unter dem Nationalsozialismus an herausragender Stelle tätig gewesen sind: zu Hans Globke, dem Kanzleramtsminister Adenauers, der im NS-Innenministerium auf vielfache Weise an der gesetzlichen Entrechtung der Juden beteiligt war; zu Lutz Graf Schwerin von Krosigk, der dem NS-Regime von Anfang bis Ende als Finanzminister gedient hat, im sogenannten Wilhelmstraßen-Prozess 1949 zu zehn Jahren Haft verurteilt und 1951, als ein allgemeines Gnadenfieber die junge Bundesrepublik erfasste, freigelassen wurde; zu Ernst von Weizsäcker, der unter dem Nationalsozialismus als Staatssekretär im Auswärtigen Amt fungierte und über dessen Schreibtisch die Zustimmung des Auswärtigen Amtes zur Deportation von Juden aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden ging.

Eschenburg lässt auf alle drei nichts kommen. Der Tenor seiner Stellungnahmen lautet: Das waren richtig gute Fachleute, sie waren persönlich integer, sie erfüllten ihre Aufgaben, und vor allem verhinderten sie Schlimmeres. Kritikund fragwürdig findet Eschenburg daran nichts. Im Gegenteil: Schwerin von Krosigk etwa, so referiert Eschenburg, sei nach der „Kristallnacht“ von Freunden gedrängt worden, in seiner Position zu bleiben, und dann auch selber überzeugt gewesen, dass mit seinem Ausscheiden nichts gewonnen, sondern nur die Möglichkeit genommen wäre, „manches zu mildern, wenn nicht sogar abzuwehren“ – was ihm, wie Eschenburg meint, „gelegentlich auch gelungen“ sei.

Man kann diese Kommentare von Eschenburg getrost auch als indirekte Stellungnahmen in eigener Sache lesen. Und so gesehen, als Strategie der Selbstverteidigung und des Bemühens, die eigene Haut zu retten, mögen sie hingehen. Aber bei Lichte betrachtet offenbaren sie erschreckend apologetische Züge und eine Sehnsucht nach Exkulpation, die jegliche moralische und politische Urteilskraft vermissen lässt. Das zutiefst Irritierende und Erschreckende an der gegenwärtigen Debatte ist, dass in ihr auf Seiten der Verteidiger Eschenburgs im Blick auf den Nationalsozialismus über weite Strecken immer noch genau die gleiche Konfusion mit genau den gleichen fragwürdigen Argumenten wie bei Eschenburg selber vorherrscht.

Eigentlich sollte sich nach den vielen öffentlichen Diskussionen über den Nationalsozialismus herumgesprochen haben, dass es sich beim Glauben an das geringere Übel und daran, dass man durch Mittun Schlimmeres verhindern konnte, um eine fatale Illusion handelt, die das Wesen totaler Herrschaft vollkommen verkennt. Die Logik des geringeren Übels und der Verhinderung von Schlimmerem ist nichts als das mentale Einfallstor, durch das diejenigen zur Beteiligung gelockt wurden, die keine kriminellen Überzeugungstäter waren.

Das Einzige, was auf diese Weise normalerweise bewirkt wurde, bestand darin, dass die Verbrechen auf ordentlichem Wege und möglichst reibungslos über die Bühne gehen konnten. Anders hätte es nur dann sein können, wenn es wenigstens ein gewisses Mindestmaß an freier politischer Betätigung und Einflussnahme gegeben hätte, wovon im „Dritten Reich“ natürlich gar keine Rede sein kann.

Dass die Strategie, Schlimmeres zu verhüten, auf der ganzen Linie gescheitert ist, gesteht Eschenburg in seinen Texten im Übrigen indirekt selber ein. Immer nämlich, wenn es ernst wurde, wenn die nächsten Weichen für die Entrechtung und Vernichtung der Juden gestellt wurden und dafür die Beteiligung der hohen Funktionsträger gefordert war, verweist Eschenburg darauf, dass es für von Weizsäcker und Schwerin von Krosigk gar keinen Handlungsspielraum gegeben hat.

Unter den Bedingungen totaler Herrschaft, gleich welcher Couleur, sind die Möglichkeiten politischen Handelns grundsätzlich verbaut. Deswegen kann das persönliche Verhalten nur noch nach den Vorgaben der Moral ausgerichtet und beurteilt werden. Allen Ernstes wird in der gegenwärtigen Debatte aber die Meinung vertreten, dass man nicht „aufgrund heutiger moralischer Maßstäbe“ das Handeln von Personen in früherer Zeit und namentlich in der Nazizeit beurteilen kann. Danach ist es dann offenbar so, dass moralische Maßstäbe in der Zeit vor dem „Tausendjährigen Reich“ galten und dann nach 1945 auch wieder – keineswegs aber in den zwölf Jahren des „Dritten Reiches“.

Es gehört aber zum Wesen moralischen Handelns, dass in ihm irgendwelche Gesichtspunkte der Opportunität oder Kostenund Nutzenkalküle, die vielleicht sonst unser Handeln bestimmen mögen, keine Rolle spielen. Zugespitzt gesagt: Moralisches Handeln bringt tatsächlich nichts, jedenfalls keinen Zuwachs an Einfluss, keine Veränderung, keine Vermehrung von Gütern. Und natürlich konnte man mit moralischem Handeln zur Zeit des Naziregimes das Morden nicht verhindern und die Machthaber nicht stürzen. Aber darum geht es auch nicht. Mehr als zweitausend Jahre Nachdenken über die Grundlagen menschlichen Handelns haben gezeigt, dass Erwartungen und Überlegungen, die sich auf den äußeren Nutzen richten, für moralisches Handeln irrelevant sind. Das Einzige, was moralisch zählt, ist die Übereinstimmung mit sich selbst. In diesem Sinne verlangen die moralischen Gesetze nicht, an andere zu denken, sondern an sich selbst zu denken. Ihre Quelle ist die Sorge um sich selbst, nicht die Sorge um andere oder die Sorge um die Welt. Nach Sokrates, der am Beginn der abendländischen Vernunftmoral steht, ist es besser, Unrecht zu erleiden als Unrecht zu tun. Die Begründung dafür ist ganz auf die Selbstsorge bezogen und eigentlich sehr einfach: Wenn ich ein offensichtliches Unrecht begehe, bin ich dazu verurteilt, bis an mein Lebensende mit jemandem zusammen zu leben, der sich an einem Verbrechen beteiligt hat – das kann ich nicht wirklich wollen und verantworten. Und natürlich lässt sich auch das christliche Denken nicht auf den Kompromiss des kleineren Übels ein. Von Papst Johannes XXIII. ist der Satz überliefert: Man darf sich nicht mit dem Bösen einlassen, in der Hoffnung, dass dadurch irgendjemandem geholfen werden könne. Kein Nutzenkalkül kann dazu angetan sein, dieses Prinzip außer Kraft zu setzen. Deswegen kann man unmöglich in den Zeiten totaler Herrschaft, in der der Teufel auf der ganzen Linie das Heft in der Hand hält, mit dem Satan paktieren und meinen, damit auch noch etwas Gutes zu bewirken.

Das mag alles in der Theorie richtig sein, lautet der Einwand, der auch in der gegenwärtigen Debatte wieder vorgebracht wird, es taugt aber nicht für die Praxis, schon gar nicht für die Praxis unter totaler Herrschaft. Wer das moralische Argument ernst nimmt, betreibe keimfreien, hochfahrenden und realitätsfernen Moralismus und verlange nach Helden, während es in der Wirklichkeit ganz anders zugehe und die Menschen nun einmal allesamt schwache und sündige Wesen seien. Gegen diese Sicht der Dinge ist an zwei fundamentale Gesichtspunkte zu erinnern. Erstens ist mit der Orientierung an der Moral unter den Bedingungen totaler Herrschaft nicht notwendig die Zumutung des Widerstands und des Märtyrertums verbunden. Dass nur die Alternative zwischen Anpassung und Heldentum bestand, wie immer wieder gern gesagt wird, ist eine irreführende Behauptung. Tertium datur: Es gab die Möglichkeit der Nichtteilnahme, die Möglichkeit sich rauszuhal- ten und nichts zu tun, die Möglichkeit, öffentliche und leitende Funktionen und Berufsrollen zu meiden.

Zweitens ist daran zu erinnern, dass niemand, der an der Gültigkeit moralischer Prinzipien festhält, vom hohen Ross moralischer Selbstzufriedenheit argumentiert. Wer das Verhalten anderer beurteilt, muss nicht selber frei von allen Verfehlungen sein. Schließlich kann und darf und muss ein Richter einen Mörder verurteilen, wenn seine Schuld erwiesen ist, ohne selber eine absolute Garantie dafür geben zu können, dass er nicht seinerseits in der Zukunft zum Mörder werden könnte. Wer von jedem, der ein dezidiertes moralisches oder politisches Urteil abgibt, verlangt, dass er vollkommen untadelig ist, macht gesellschaftliches und politisches Zusammenleben prinzipienlos und überlässt alles dem lieben Gott, der qua definitionem der Einzige ist, der über allem steht und ohne Sünde ist.

Das entbindet uns durchaus nicht von der Frage, von welchem Ort aus wir unsere Urteile und Kommentare abgeben, wenn wir Stellung beziehen. Auch die Protagonisten in der gegenwärtigen Auseinandersetzung stellen diese Frage. Sie suchen jedoch, sichtlich verwirrt und gereizt, Orientierung an alten Mustern, die nichts taugen. Die Verteidiger Eschenburgs finden die Kritiker im linken politischen Lager. Es seien die „eifernden Achtundsechziger vom Typ Claus Offe und deren unbedarfte Söhne und Enkel“ (Hans-Peter Schwarz), die das alles vom Zaun gebrochen haben. Dumm nur, dass man Linke und Achtundsechziger, junge und alte, auch unter denen findet, die sich für die Beibehaltung des Preisnamens eingesetzt haben.

Die Opferperspektive in Anspruch zu nehmen, wozu die Kritiker Eschenburgs neigen, führt aber ebenfalls in die Irre. Jede Art von Verfolgung, Repression und Schikane ist zu verurteilen und inakzeptabel, und ganz gewiss muss man sich um die Opfer und ihre Würde kümmern. Aber Opfer von Verfolgung zu sein, begründet durchaus nicht apriori einen Anspruch auf höhere Einsicht und Wahrheit.

Um die zentrale Lehre aus der Erfahrung und der Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und jeglicher Form totaler Herrschaft zu erkennen, muss man nicht links oder rechts, nicht jung oder alt sein. Jeder, der sich damit unvoreingenommen beschäftigt und den Tatsachen ins Auge sieht, kann es wissen: Kooperation mit Diktaturen und Tyranneien, ob böswillig oder mit den besten Absichten, ist verhängnisvoll. Das gilt nicht nur für den Nationalsozialismus, sondern auch, wie man zum Beispiel bei Václav Havel lernen kann, für die posttotalitären Regime Osteuropas. Das bedeutet zugleich, dass wir es im Nationalsozialismus mit einem beispiellosen moralischen und politischen Zusammenbruch der Funktionseliten und der ehrenwerten, offiziellen Gesellschaft zu tun haben.

Was Eschenburg angeht: Er hat sich für das Funktionieren entschieden und am Unrecht teilgenommen, er hat sich für das Übel entschieden, denn auch das angeblich geringere Übel ist ja noch ein Übel. Am liebsten hätte er es zweifellos gesehen, über diese Zeit des Schreckens zwischen 1933 und 1945 mit Schweigen hinwegund zur Tagesordnung überzugehen. Weil in dieser Zeit Dinge geschehen sind, die unter keinen Umständen hätten geschehen dürfen und mit denen wir alle nicht mehr fertig werden, wie Hannah Arendt es gesagt hat, deswegen ist dieser Wunsch nicht in Erfüllung gegangen. Und deswegen muten die Beiträge Eschenburgs zur Auseinandersetzung mit dieser Hölle auf Erden, die die Nazis bereitet haben, so konventionell, irreführend und klischeehaft an.

Das fliegt ihm jetzt um die Ohren. Mit Schändung eines Toten hat das nichts zu tun. Wer sich in die Sphäre der Öffentlichkeit begibt, hat keine Kontrolle darüber, wie er dort wahrgenommen wird und erscheint, weder zu seinen Lebzeiten noch nach seinem Tode. Und es gehört zu den genuinen Aufgaben jeder Generation, sich über das Erbe zu verständigen, das ihr die Vorfahren hinterlassen haben. Wenn wir uns in Gesellschaft und Geschichte orientieren wollen, sind wir ständig im Dialog mit den Toten, die uns auch da noch etwas sagen können, wo sie sich geirrt haben. Wir können ihrer mit Nachsicht gedenken, wie Brecht gemahnt hat, aber den Dialog mit ihnen nicht zu suchen und nicht zu führen, wäre ein Austritt aus der Geschichte, mit dem wir uns von den Erfahrungen und den Lehren, die die Vergangenheit für uns bereithält, auf unverantwortliche Weise abschneiden würden. Aber auch die DVPW und die deutsche Politikwissenschaft bekommen nun die Quittung für Versäumnisse. Ein sonderlich großes Interesse für die Nazivergangenheit und besonders für die Frage nach den Möglichkeiten des persönlichen Verhaltens in totalitären und nichttotalitären Diktaturen hat sie nie an den Tag gelegt. Das gilt, obwohl aus ihren Reihen einige überragende und materialreiche Studien zu diesem Themenfeld stammen: von Ernst Fraenkel (The Dual State, 1941), von Franz Neumann (Behemoth, 1942) und nach dem Krieg von Karl Dietrich Bracher (Die Auflösung der Weimarer Republik, 1955; Die deutsche Diktatur, 1969). Indem sich die DVPW von Preis und Preisnamen getrennt hat, hat sie sich doch auch als gelehriger Schüler Eschenburgs erwiesen. Claus Offe hat dessen Politikund Wissenschaftsverständnis leicht herablassend als „institutionenpflegerisch“ bezeichnet. Es ist, so scheint mir, nichts dagegen einzuwenden, dass wir mit guten Institutionen pflegerisch und sorgsam umgehen. Ohne gute und stabile Institutionen kann es Politik und politische Ordnung nicht geben. Als Vorstand und Beirat der DVPW ihre Entscheidung, den Preis abzuschaffen, damit begründeten, dass er offenbar nach all dem Streit seine „integrierende Funktion“ nicht mehr erfüllen könne, handelten sie eigentlich durchaus im Sinn von Eschenburg, nämlich in dem

Bemühen, eine gute Institution zu hüten und zu pflegen.

 
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