Desktop-Version

Start arrow Medien und Kommunikationswissenschaft arrow Film und Kino

< Zurück   INHALT   Weiter >

Ton und Sound

Ton und Musik unterstützen die Stimmung eines Films und machen aus den bewegten Bildern erst das emotionale Erlebnis, das wir kennen. Unterschieden wird dabei in den Originalton, das ist der Ton, der tatsächlich bei den Filmaufnahmen aufgenommen wird (z. B. die Sprache in Dialogen), und Geräusche (Sound), die später ergänzt werden (z. B. das Zuschlagen einer Tür oder die Schritte auf dem Parkett). Schließlich ergänzt und erzeugt Musik die Stimmung. Musik kann Spannung symbolisieren, Trauer, Freude oder auch Komik ausdrücken. Gute Filmmusik unterstützt die Bilder. Oft wird auch die Musik aus einem Film ein Erfolg, der für sich selbst steht. Man unterscheidet hier auch zwischen Filmmusik, die speziell für den Film geschrieben wurde, und schon existierender Musik, die für den Film verwendet wird. Analysieren lässt sich inwieweit der Ton Teil der Filmwelt ist oder zusätzlich eingesetzt wird. Als Teil der Filmwelt gelten Dialoge, Musik, die die Protagonisten im Radio hören, oder zum Beispiel der Donner, der ein herannahendes Gewitter symbolisiert. Nicht Teil der Filmwelt ist die Stimme eines Erzählers oder die Filmmusik, die einzelne Szenen untermalt. Auch hier gilt: Ohne Ton ist ein Film nicht das emotionale Erlebnis, wie wir es kennen.

Die Musik kann uns auch andeuten, dass gleich etwas Schreckliches passiert oder alles gut wird. Legendär sind die zwei Töne (daa-dumm) im Film Der Weiße Hai, die uns verdeutlichen, dass Gefahr droht. Diese beiden Töne sind so einprägsam und inzwischen so oft auch in anderen Medien zitiert worden, dass auch Personen, die den Film nicht gesehen haben, bei den Tönen sofort an den Weißen Hai denken.

Spezialeffekte

Filme heute sind ohne Spezialeffekte (Special Effects) kaum denkbar: Die blauen Avatare, die Schlachtszenen bei Der Herr der Ringe oder die sich verwandelnden X-Men-Superhelden – sie alle würde es ohne am Computer erstellte Spezialeffekte nicht geben. Schon seit den Anfängen der Stummfilmzeit wird mit Illusionen gearbeitet. So ließ George Méliès 1902 Menschen im Film auf den Mond reisen. Die frühen Tricks entstanden meistens schon bei der Projektion durch Effekte wie kleine Modelle oder durch Doppelbelichtungen. Heute entsteht das meiste in hochprofessionalisierten Special-Effects-Firmen digital am Computer. Auch hier gilt die Frage, inwieweit die Effekte die Filmgeschichte und das emotionale Erleben unterstützten.

 
Fehler gefunden? Bitte markieren Sie das Wort und drücken Sie die Umschalttaste + Eingabetaste  
< Zurück   INHALT   Weiter >

Related topics