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Projektbewertung

Festo erzielte durch die Projekte folgende qualitative Vorteile:

• Erhöhte Transparenz über Teile und Produkte durch qualitativ hochwertige Datenbestände

• Effizienzsteigerung durch Verwendung von Wiederholteilen und Wiederholgeometrien

• Effizienzsteigerung durch Verwendung von standardisierten Symbolen, Werkstoffen, Texten usw.

• Verbesserung der Produktund Prozessqualität durch Verwendung von Standards

• Reduzierung von Markteinführungszeiten durch kürzere Entwicklungszeiten

Abb. 2.27 Teile in Auslaufprojekten nach Anlagedatum. (Otto und Ofner 2010, S. 15)

Abb. 2.28 Gemeinkostenwirksame Prozesse. (Huber 2009, S. 21)

Tab. 2.15 Umfang der Teilereduktion

Vollständig bearbeitet

Teilweise bearbeitet

Schrauben

Zylinderstifte (Dubletten)

O-Ringe

Gewindeeinsätze (Dubletten)

Muttern

Spannstifte (Dubletten)

Alu-Halbzeuge

Stahl-Halbzeuge

Scheiben/Ringe (SMV-Daten+ Vorzug + Dubletten)

Kolbenstangen

Kugeln (SMV-Daten + Vorzug + Dubletten)

HIBE (Hilfsund Betriebsstoffe)

Passfedern (SMV-Daten+ Vorzug + Dubletten)

Kugellager (SMV-Daten + Vorzug + Dubletten)

Der quantifizierbare Nutzen ergibt sich im Wesentlichen aus einer Reduktion der Gemeinkosten für die Bewirtschaftung der Produktdaten. Gemeinkosten fallen – in Analogie zum Lebenszyklus physischer Produkte (VDI 2005) – während des gesamten Lebenszyklus eines Produkts bzw. eines Teils an, also vor der Nutzung des Produktstammdatums, während seiner Nutzung und nachdem es nicht mehr benötigt wird (Tab. 2.16). Grundlage für die Bestimmung der Kosteneinsparungen war eine Arbeitsanalyse in den involvierten Fachbereichen aus den Jahren 2001 und 2002. Festo kalkuliert mit folgenden Kostensätzen bei der Anlage eines Produktstammdatums (Anschaffungsphase) und bei seiner Bewirtschaftung (Nutzungsphase):

• In der Anschaffungsphase sind Kosten in Höhe von 5000 € pro Neuanlage zu veranschlagen. Der Wert errechnet sich aus der Division der Gesamtkosten von 49,6 Mio. € für Neuheiten, dividiert durch 10.000 Neuheiten durchschnittlich p. a. und anschließender Aufrundung auf tausend Euro.

Abb. 2.29 Teilereduktion insgesamt. (Otto und Ofner 2010, S. 17)

Abb. 2.30 Teilereduktion am Beispiel „Stahl-Halbzeuge“. (Huber 2009, S. 24)

Tab. 2.16 Gemeinkostenanalyse

Szenario

Durchschn. Gesamtkosten 2001 und

2002 [TEUR]

Anteil an Aktivitäten mit PDMBezug [%]

Neuhei-

ten [%]

Jährliche Gesamtkosten Neuheiten [TEUR]

Änderungen [%]

Jährliche Gesamtkosten Änderungen [TEUR]

F&E

48.256

90

65

28.230

35

15.201

PM

11.923

80

85

8108

15

1431

BM

2456

20

100

491

0

0

Patente

1428

100

100

1428

0

0

Industrial Engineering

2298

100

70

1608

30

689

Value Management

865

100

60

519

40

346

QS

11.468

100

60

6881

40

4587

Katalogverwaltung

2860

100

40

1144

60

1716

Logistik und Lagerhaltung

23.749

100

5

1187

95

22.526

Summe

49.595

46.531

TEUR Tausend Euro, F&E Forschung und Entwicklung, PM Produktmanagement, BM Business

Management, QS Qualitätssicherung

Tab. 2.17 Kosteneinsparung 2008

Szenario

Teiledifferenz

Kostensatz [EUR]

Kosteneinsparung [TEUR]

Vermeidung von Neuanlagen

2171

5000

10.855

Vermeidung von Teilebewirtschaftung

2286

500

1143

Summe

11.998

• In der Nutzungsphase kalkuliert Festo mit einem Gemeinkostensatz in Höhe von 500 €

p. a. Für diese Berechnung werden ein durchschnittlicher Teilebestand von 120.000 und eine durchschnittliche Lebensdauer von acht Jahren pro Teil vorausgesetzt.

Für das Jahr 2008 ergeben sich unter Annahme dieser Kostensätze und unter Berücksichtigung der Erfolge bei der Teilereduktion und der Vermeidung von Neuanlagen Kosteneinsparungen in Höhe von ca. 12 Mio. € (siehe Tab. 2.17).

 
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