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Das Staatliche Mahnmalkomplex „Katyn“

Das Mahnmal „Katyn“ liegt 20 km von der Stadtmitte entfernt zwischen den Dörfern Gnjosdowo und Katyn im sogenannten Katyner Wald. Diese Gegend ist Ort der tragischen Ereignisse der 1930–1940-er Jahre. Hier wurden sowjetische und polnische Bürger umgebracht. Der Katyner Wald wurde zum Symbol des Märtyrertums und der Resignation vor der massenmörderischen Macht des Totalitarismus.

Im Jahre 2000 wurde das Staatliche Mahnmalkomplex „Katyn“ eröffnet. Das ist das erste Mahnmal für die Opfer der politischen Willkür des stalinistischen Staates.

Über 71 Tausend Menschen haben 2011 das Mahnmal besucht, darunter über 6 Tausend russische und ausländische SchülerInnen und Studierende.

43 Prozent der Kulturaffinen haben das Staatliche Mahnmalkomplex

„Katyn“ schon einmal besucht, jeder Dritte (32 Prozent) sogar schon mehrmals. Dabei war es für die Hälfte der Befragten (57 Prozent) der erste Besuch.

Waren Sie schon einmal im Staatlichen Mahnmalkomplex „Katyn“?

Zahl

in %

Ja, einmal

11

10,5

Ja, mehrmals

34

32,4

Nein, ich bin zum ersten Mal hier

60

57,1

Insgesamt

105

100,0

Differenziert man die Antworten der Kulturaffinen nach dem Wohnort, zeigt sich:

• 64 Prozent der Smolensker;

• 67 Prozent der Besucher aus dem Gebiet Smolensk;

• 10 Prozent der Auswärtigen

waren schon mindestens ein Mal zuvor im Mahnmalkomplex „Katyn“.

Die Hauptanlässe, das Mahnmalkomplex „Katyn“ zu besuchen, waren Anregungen durch Freunde und Familie (39 Prozent) und Hinweise in der Schule oder Hochschule (34,3 Prozent). An der zweiten Stelle sind Berichte im Radio oder Fernsehen (28,6 Prozent) sowie Berichte oder Anzeigen in der Zeitung (22,9 Prozent). Die dritte Stelle nimmt das Internet – 11,4 Prozent der Besucher.

Fast die Hälfte der Befragten (49,5 Prozent) wünschten sich im Vorfeld mehr Informationen zu dem Museum. Für 87,6 Prozent der Kulturaffinen sind die Eintrittspreise akzeptabel. Mehr als die Hälfte der Besucher bewerten die Wechselausstellungen (74,3 Prozent) sowie die Dauerausstellungen (69,5 Prozent) ziemlich hoch. Die Begeisterung für das Museum ist hoch. Das Angebot im Museum wird auch als qualitativ hochwertig beurteilt (81,9 Prozent). 79,2 Prozent der Kulturaffinen sind sicher, dass die Arbeit des Museums ist eine kulturelle Bereicherung für Smolensk. Mehr als die Hälfte der Besucher (56,2 Prozent) meinen, dass die finanzielle Investition ins Museum sich langfristig auszahlen wird.

Insgesamt 87 Prozent der Kulturaffinen hat das Mahnmalkomplex

„Katyn“ (sehr) gut gefallen, 39 Prozent geben dem Mahnmalkomplex

„Katyn“ sogar die Spitzennote „sehr gut”.

Wie hat Ihnen das Mahnmalkomplex „Katyn“ alles in allem gefallen?

Zahl

in %

Sehr gut

41

39,0

Gut

50

47,6

Weniger gut

11

10,5

Überhaupt nicht gut

3

2,9

Insgesamt

105

100,0

Das Mahnmalkomplex Katyn steht gesondert unter den anderen Smolensker Museen. Es ist mit über 70 Tausend Besuche (2011) das am meisten besuchte und zu gleicher Zeit das unter den Einwohnern von Smolensk wenig populäre Museum, nimmt infolge seiner Eigenart unter den Ausländern sowie nicht Smolensker Inländern die Spitzenstellung ein. Dabei würde fast ein Drittel der Befragten (30,83 Prozent) das Mahnmalkomplex „Katyn“ in der nächsten Zeit gern besuchen.

Für jeden dritten Befragten ist die Kunstgalerie ein Objekt für den nächsten Besuch (34,31 Prozent). Weniger attraktiv für weiteren Zeitvertreib sind das Architekturkomplex „Teremok” und das Museum „Smolensker Land im Vaterländischen Krieg 1941–1945” (entsprechend 27,16 und 25,74 Prozent). Konjonkov Museum möchten nur 15,96 Prozent in der nächsten Zeit besuchen.

Literatur

Jegorov, Alexander und Vassili Dvoinev, Elena Suchova: Freizeit und Kultur in Smolensk. Kulturbefragung Smolensk. Endbericht. Smolensk 2012.

Rager, Günther und Katrin Pinetzki: Freizeit und Kultur in Hagen. Kulturbefragung Hagen. Endbericht. Dortmund 2012.

Höcklin, Susanne: Magnet Kultur. Museumsmarketing als ein Aspekt städtischer Kulturarbeit dargestellt am Beispiel des Römerund Pelizaues Museums in Hildesheim. In: Materialien zur Fremdenverkehrsgeographie. Heft 33. Trier 1996.

 
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