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Künstlerische Aktivitäten

Jugendliche sind nach ihren eigenen Angaben künstlerisch ausgesprochen rege. 62 Prozent der Schüler gaben an bereits ein Kunstwerk angefertigt zu haben. 23 Prozent der Befragten haben bereits einen Film gedreht. Mädchen sind dabei durchweg aktiver als Jungen.

Jugendliche und Museen – Ergebnisse der Gruppendiskussionen

Museumsbesuche mit den Eltern haben vornehmlich Schüler unternommen, die das Gymnasium besuchen. Häufig waren diese Museumsbesuche verbunden mit einer Urlaubsreise, sodass Institutionen wie Louvre, Natural History Museum London oder auch das Neue Museum in Berlin genannt wurden. Realschüler, Hauptschüler und Gesamtschüler nannten vornehmlich museale Einrichtungen in Hagen und im Umland, die sie zumeist im Rahmen eines Klassenausflugs besucht haben.

Aktive Teilhabe

Häufig in den Beschreibungen der Jugendlichen genannt und durchweg positiv bewertet war die aktive Teilhabe im Museum. „Im Museum muss was zum Anfassen, zum Ausprobieren sein“, sagt ein Hauptschüler (9. Klasse). „Gut ist, wenn man was ausprobieren kann und was selber machen kann“, meinte eine Realschülerin (8. Klasse.) Die Positiven Erlebnisse im Museum waren zumeist an Aktivitäten der Jugendlichen dort geknüpft, wie das Bemalen von Steinen im Neanderthal Museum in Mettmann, das probieren von Schokolade im Schokoladenmuseum in Köln, das Ausprobieren von Sportgeräten im Kölner Sportmuseum oder das Schmieden von Nägeln und anfertigen von Seilen im Hagener Freilichtmuseum. Eine Gymnasiastin erinnert sich daran Schmuck im Museum gebastelt zu haben, den sie nachher mitnehmen konnte. „Es ist Zeitverschwendung, wenn ich etwas sehe, aber nichts davon habe. Ich habe nichts zum Mitnehmen.“, erklärte ein Hauptschüler. Nicht einmal fotografieren sei erlaubt merkte eine Realschülerin an.

Ort und Art der Präsentation der Ausstellungsobjekte war ebenfalls wichtig für die positiven Erfahrungen. Eine Gymnasiastin (8. Klasse) erzählte von einem Besuch im RömerMuseum Xanten bzw. im Archäologischen Park: „Das war ein offenes Museum, draußen, es gab keine Bilder an der Wand, sondern man konnte was erfahren, hören und lesen.“ Eine Realschülerin berichtet von ihren positiven Erlebnissen in einem Historischen Museum „Cool war, da haben die uns so Zeichnungen gezeigt, so unter der Erde. Die Zeichnungen waren echt. Unter der Erde und auch so Betten aus Holz, wie die früher halt gelebt haben in der Höhle. Alles Original, da war auch was kaputt.“ Besonders faszinierend sind für Jugendliche historische Orte, wie Freilichtmuseen, Burgen, Bunker etc. und Orte an denen die Sinne stark angesprochen werden, wie im Schokoladenmuseum in Köln, aber auch in der Phänomenta in Lüdenscheid.

Ein Realschüler erinnert sich an eine Ausstellung im Freilichtmuseum in Hagen „informativ waren die Spiegeleffekte im Freilichtmuseum. Das waren so krasse Effekte mit Licht, ne dann wohl eher Lichtals Spiegeleffekt.“

Zur aktiven Teilhabe gehört für einen großen Teil der Schüler auch Informationen zu den Ausstellungsobjekten an multimedialen Geräten selbst abzuholen. Auch das Klicken und „Wischen“ auf Bildschirmen und das Ausprobieren technischer Geräte empfinden die Schüler als Aktivität. Aktivität und Interaktivität wird von den Jugendlichen durchweg positiv bewertet.

 
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