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Jugendliche im Museum

Saskia Lipps

Einleitung

Die Museumsbefragung in Hagen bestand aus mehreren Schritten und mehreren Methoden, die darauf abzielten, die Einstellungen Jugendlicher zu Museen und im besondere zu den Kunstmuseen in Hagen zu erheben. Die Zielgruppe waren Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren.

Zunächst wurden teilnehmende Beobachtungen gemachten während Schüler die Museen besuchten. Daraufhin wurden im Juli und im September 2011 insgesamt 149 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen schriftlich zu Museen befragt. In anschließenden Gruppendiskussionen ging es um ihre Vorstellungen von und ihre Erfahrungen mit Museen.

Als nächstes fanden Musemsbesuche des Kunstquartiers in Hagen mit 78 Jugendlichen statt. In den anschließenden Gruppendiskussionen ging es um die im Museum gesammelten Erfahrungen und ihre Wünsche an Museen.

Die Fragebögen und Leitfäden zu den Gruppendiskussionen wurden in Zusammenarbeit mit Prof. Thomas Heinze erarbeitet.

Keine Unterschiede gibt es in der Beantwortung der Frage zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund: Beide Gruppen haben ähnlich geantwortet. Die befragten Schüler werden im Folgenden als die „Jugendlichen“ oder „Schüler“ bezeichnet.

Ergebnisse der schriftlichen Befragung von Schülerinnen und Schülern

Besuch von Museen

Von den 149 schriftlich befragten Jugendlichen haben 40 Prozent der Schüler eines der Hagener Kunstmuseen besucht. Der Besuch fand überwiegend mit der Schule statt. 13 Prozent erklärten mit ihren Eltern die Museen besucht zu haben und annähernd jedem Vierten der Befragten war das Kunstquartier nicht bekannt. Deutlich mehr Schüler (91 Prozent) haben hingegen schon einmal eine Vorstellung des Hagener Theaters mit der Schule besucht.

Bekannter und bei Familien beliebter als die Kunstmuseen sind Historische Museen wie das Freilichtmuseum und das Schloss Hohenlimburg. Annähernd alle Jugendlichen kennen beide Museen, etwa die Hälfte war bereits mit den Eltern dort. Mit der Schule wurde mehr das Freilichtmuseum (47 Prozent) als das Schloss Hohenlimburg (29 Prozent) besucht.

Das bei den Jugendlichen am wenigsten bekannte Museum in Hagen ist die Villa Hohenhof. Das zum Hagener Impuls gehörige Baudenkmal ist 60 Prozent der Schüler unbekannt und kaum einer hat es mit Eltern, Schule oder allein besucht. Das Historische Centrum mit dem Hagener Stadtmuseum ist 44 Prozent unbekannt, das Wasserschloss Werdringen mit dem Museum für Urund Frühgeschichte 30 Prozent. Das Museum für Urund Frühgeschichte in Hagen hat circa jeder vierte Jugendliche schon einmal mit der Schule oder den Eltern besucht.

Ein Hagener Kulturort, der von den meisten Jugendlichen (71 Prozent) bereits selbstständig aufgesucht wurde, ist die Stadtbücherei Hagen. Über die Hälfte der Jugendlichen hat die Bücherei zudem mit der Schule besucht.

 
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