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Beurteilung der Museen

Die Hagener wurden am Telefon gebeten, die von ihnen bereits besuchten Museen zu benennen. Demnach sind Freilichtmuseum, Schloss Hohenlimburg und das Osthaus Museum die am häufigsten besuchten Häuser in Hagen. Die weitere Reihenfolge: Wasserschloss Werdringen, Stadtmuseum und Schumacher Museum sowie Hohenhof. Das neue Schumacher Museum wurde bislang eher von den Älteren (über 60 Jahre) als von den Jüngeren (bis 30 Jahre) besucht. Aber auch das Osthaus Museum kennen 48 Prozent der Jüngeren noch nicht, wogegen es nur 19 Prozent der Älteren unbekannt ist. Familien zieht es deutlich häufiger ins Stadtmuseum, ins Wasserschloss Werdringen und ins Schloss Hohenlimburg als Menschen ohne Kinder im Haus.

Detail-Fragen zu den Hagener Museen haben darüber hinaus die befragten Museumsbesucher (Kulturaffine) beantwortet. Zwei Drittel der befragten Museumsbesucher haben sich ein Ticket gleich für beide Museen gekauft. Eintrittspreise und Öffnungszeiten treffen bei einer großen Mehrheit der Kulturaffinen auf Zustimmung (81 bzw. 75 Prozent). Jeder Vierte hätte gerne im Vorfeld mehr Informationen zu den Museen gehabt. Dass das Angebot qualitativ hochwertig ist, attestieren den Museen 78 Prozent der Befragten.

Im Gegensatz zu den Wechselausstellungen, von denen 77 Prozent der Befragten sagen, dass sie ihnen Neues bieten, werden die Dauerausstellungen etwas kritischer gesehen. Dass sie interessant sind, bestätigen nur 65 Prozent der Befragten. 12 Prozent finden die Dauerausstellungen nicht interessant.

Osthaus Museum

Auch die kulturaffinen Befragten haben das traditionsreiche Osthaus Museum in der Vergangenheit naturgemäß häufiger besucht als das erst 2009 eröffnete Emil Schumacher Museum. 71 Prozent der Kultur-affinen waren schon einmal im Osthaus Museum, 56 Prozent sogar schon mehrmals. 24 Prozent sind Erstbesucher. Differenziert man die Antworten der Kulturaffinen nach dem Wohnort, zeigt sich:

• 92 % der Hagener,

• 75 % der Besucher aus der Umgebung und

• 45 % der Auswärtigen

waren schon mindestens ein Mal zuvor im Osthaus Museum.

Für 23 Prozent der Kulturaffinen war die Flacons-Ausstellung der Anlass, ins Museum zu gehen. Fast die Hälfte der kulturaffinen Besucher gibt dem Osthaus Museum die Spitzennote, insgesamt 89 Prozent finden es alles in allem (sehr) gut. Die Begeisterung für die beiden Museen ist in Hagen selbst am größten. So finden 93 Prozent der kulturaffinen Hagener das Osthaus Museum (sehr) gut – im Vergleich zu 88 Prozent der Besucher aus der Umgebung und 86 Prozent der Auswärtigen.

Emil Schumacher Museum

Dass sie schon einmal im Emil Schumacher Museum waren, gaben 63 Prozent der Kulturaffinen an. 47 Prozent waren sogar schon mehrmals dort. Die Quote der Erstbesucher liegt bei 32 Prozent. Differenziert man die Antworten der Kulturaffinen nach dem Wohnort, zeigt sich:

• 84 % der Hagener,

• 67 % derjenigen aus der Umgebung und

• 35 % der Auswärtigen

waren schon mindestens ein Mal zuvor im Schumacher Museum.

Speziell die Nolde/Schumacher-Ausstellung hat 83 Prozent der Befragten ins Museum gelockt.

Das Schumacher Museum erhält sogar noch häufiger als das Osthaus Museum die Spitzennote „sehr gut“ (56 Prozent). Insgesamt sagen 85 Prozent der Kulturaffinen, dass ihnen das Haus sehr gut oder gut gefällt. Neun Prozent sagen, dass ihnen das Museum weniger gut oder überhaupt nicht gut gefällt. Auch das Schumacher Museum wird von den Besuchern aus der Stadt selbst positiver beurteilt als von den Besuchern aus dem Umland oder von außerhalb. Auffällig: Weniger oder überhaupt nicht gut finden das Schumacher Museum 14 Prozent der Besucher aus der Umgebung, aber nur 8 Prozent der Hagener und 6 Prozent der Auswärtigen.

Obwohl 84 Prozent aller Kulturaffinen, darunter etwas mehr Hagener als Auswärtige, das Schumacher Museum für eine kulturelle Bereicherung der Stadt halten, glauben 19 Prozent, dass sich die finanzielle Investition langfristig eher nicht auszahlen wird. Die Hagener unter den Museumsbefragten meinen dies sogar zu 28 Prozent.

 
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