Desktop-Version

Start arrow Kultur arrow Internationales Kulturmanagement

< Zurück   INHALT   Weiter >

Städtische Maßnahmen im Lichte der Daten

Während im vorigen Abschnitt von den Ergebnissen der empirischen Arbeit auf mögliche praktische Maßnahmen bzw. auf hypothetisch schlüssige Ansatzpunkte für Inwertsetzungsmaßnahmen im Sinne der Herbeiführung oder der Bestärkung räumlicher Identifikation geschlossen wurde, wird die Blickrichtung im Folgenden umgekehrt. Bereits ins Werk gesetzte Maßnahmen seitens der Stadt und die entsprechenden Selbstbeschreibungen können auf Grundlage der erhobenen empirischen Daten reflektiert werden. Dem liegt die Frage zugrunde: In welchem Verhältnis stehen Maßnahmen und Selbstbeschreibungen seitens der Stadt einerseits und das Erleben der Bewohner andererseits hinsichtlich der räumlichen Identifikation Hagens? Der Fokus liegt in diesem Punkt auf der Identifikation des Raumes selbst.

Inhaltlich wurden zwei Maßnahmen näher betrachtet. Zum einen die Wirtschaftsstandortbzw. Imagebroschüre „lebendiges Hagen … mehr Möglichkeiten“, [1] zum anderen der auf den Ortseingangsschildern der Stadt angebrachte Namenszusatz „Stadt der FernUniversität“.

Sowohl die Imagebroschüre als auch der Namenszusatz auf den Ortseingangsschildern repräsentieren auf je eigene Weise die Selbstsicht und -definition bzw. -identifikation der Stadt und können deswegen als tragfähige Kontrastfolie zur Bestimmung des Zusammenhangs (Übereinstimmungen, Überschneidungen, Widersprüche) von Stadtsicht und Bewohnersicht genutzt werden.

Lebendiges Hagen

Wie das im Slogan „lebendiges Hagen“ angestrebte Selbstverständnis konkret kommuniziert wird, welches Lesartangebot die Stadt macht und wie sie sich selbst sieht bzw. verstanden wissen möchte, ergibt sich aus der Präsentation, die der gleichnamigen Wirtschaftsstandortbroschüre „lebendiges Hagen … mehr Möglichkeiten“ zu entnehmen ist. In dieser wird nicht nur der wirtschaftliche Aspekt des Raumes in der Selbstwahrnehmung bestimmt. Auch die hier im Besonderen interessierenden allgemein-räumlichen, identifikatorischen und kulturellen Raumelemente werden berücksichtigt.[1]

Um bestmöglich an die Ergebnisse der Typologie anschließen und diese so auch nutzen zu können, wurden als Strukturierungshilfe für die Vielzahl der der Imagebroschüre zu entnehmenden Selbstbeschreibungen[3] diejenigen herausgegriffen, die auch dem Merkmalsraum der Typologie zugrunde liegen.

  • [1] Vgl. Stadt Hagen (2011b)
  • [2] Vgl. Stadt Hagen (2011b)
  • [3] Der Broschüre wurden insgesamt 272 Selbstbeschreibungen entnommen (z.B. Vier-Flüsse-Stadt, Stadt mit Zukunft, anders, geschäftig, modern)
 
< Zurück   INHALT   Weiter >

Related topics