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Bestimmung der eigenen Position

Für die Abgrenzung des relevanten Marktes im Kulturtourismus muss das spezifische kulturelle Potenzial einer Region in der Angebotsstruktur und -gestaltung dokumentiert werden. Damit verbunden ist eine qualifizierte Bestandsaufnahme/Analyse des für den Tourismus bedeutsamen Kulturangebots mit Blick auf das touristische Marketing („Produktpolitik“). Eine qualifizierte Bestandsaufnahme/Analyse tourismusrelevanter kultureller Angebote beinhaltet darüber hinaus die Gewichtung und Wertung des Angebots im Sinne eines Ausschlusses nicht touristisch relevanter Angebote.

Der erste Schritt der Analyse der eigenen Ausgangssituation erfolgt in Form einer Bestandsaufnahme und Analyse des kulturellen Potenzials sowie der Prüfung auf Umsetzungsmöglichkeiten in eine Angebotskonzeption. Bei der Sichtung, Ordnung und Bereitstellung des kulturtouristischen Potenzials der Stadt Hagen und ihrem näheren Einzugsgebiet ist zu untersuchen, ob die folgenden Untergruppen des Kulturtourismus in dieser Region zu identifizieren sind. Außerdem ist zu klären, in welcher Zusammenstellung sie als „Paket“ angeboten werden können.

Formen des Kulturtourismus

Objektkulturtourismus:

Beispiele: Historische Gebäude (Kirchen, Burgen, Schlösser), Museen, Ausstellungsorte/Galerien (technische u.a. Denkmäler);

Gebiets-/Ensemblekulturtourismus:

Landschaftliche Sehenswürdigkeiten/Naturparks/Gärten;

Dorf-/Stadtensembles (Sind in den Städten/Dörfern der Region geschlossene Ensembles, historische Dorf/Stadtkerne erhalten geblieben?);

„Straßen“ kultureller Objekte, z.B. Straße der Industriekultur;

Ereigniskulturtourismus:

Festspiele/Festivals;

(Groß-)Veranstaltungen aller Art; Gedenkfeiern;

historische Märkte;

Gastronomischer Kulturtourismus:

Welche regionalen Spezialitäten gastronomischer Art werden angeboten?

Können sie in besonderer Weise in Zusammenhang mit anderen kulturellen

„Genüssen“ präsentiert werden?

Insgesamt lässt sich mit dieser Typologie von Kulturtourismus, die nicht einem derzeit boomenden „Event-Tourismus“ folgen will, eine Balance bei der Erfassung touristischer Angebote herstellen, nämlich zwischen dem kulturellen Erbe einer Region und einer kulturellen Erlebnisorientierung, unter Einschluss der Aspekte Unterhaltung und Konsum.

Der zweite Schritt der Analyse besteht in der Bewertung der ermittelten Daten (Vorund Nachteile, Stärkenund Schwächen-Analyse). Dabei beziehen sich die Stärken und Schwächen einer Region bezüglich des Kulturtourismus zum einen auf das eigentliche kulturelle Potenzial, zum anderen auf die Fähigkeit, das Potenzial zu vermarkten.

 
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