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4. Social Workplace Learning: Integrierte Kompetenzentwicklung im Prozess der Arbeit und im Netz

Social Workplace Learning bedeutet konsequent umgesetzt einen Paradigmenwechsel. Nicht mehr die Personalentwickler oder die Trainer sind primär für die Lernprozesse der Lerner verantwortlich. Diese organisieren nunmehr ihre Kompetenzentwicklung selbst und in eigener Verantwortung. Formelle Lernprozesse zum Wissensaufbau und zur Qualifikation bilden dafür die notwendige Voraussetzung, sind aber nicht das Ziel.

Die Lerner erhalten in diesem Lernsystem die Möglichkeit, Kompetenzziele und die dafür erforderlichen Wissensund Qualifikationsziele eigenverantwortlich zu definieren, ihre Kompetenzentwicklungsprozesse innerhalb des Ermöglichungsrahmens selbst zu organisieren und umzusetzen und allein oder kollaborativ Problemlösungen in der Praxis zu entwickeln. Deshalb muss das KOPING-Konzept zum Co-Coaching-Konzept weiterentwickelt werden. Da das Lernen weitgehend „on demand“ erfolgt, sind die Co-Coaching-Prozesse im Regelfall auf die gemeinsame Lösung von Praxisproblemen bezogen.

4.1 Lernbegleitung

Coaching hat sich in informellen Lernprozessen als die optimale Lernbegleitung erwiesen. Diese Entwicklungspartnerschaft ist eine besondere Art intendierter Kompetenzentwicklung mit einer methodisch fundierten Vorgehensweise, zuweilen auch zur teambezogenen oder organisationalen Kompetenzentwicklung. Da es jedoch nicht möglich ist, jedem Mitarbeiter und jeder Führungskraft einen Coach zur Seite zu stellen, kommt der Lernbegleitung durch Lernpartner im Rahmen des Co-Coachings sowie der Kollegialen Beratung und den Communities of Practice bei informellen Lernprozessen am Arbeitsplatz eine zentrale Bedeutung zu. Die Lernbegleiter wandeln ihre Rolle zum E-Mentor.

 
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