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32 Süßes und Pommes – muss es dauernd Streit ums Essen geben?

Kinder entdecken sehr bald, dass es ihre eigene Entscheidung ist, ob und wann sie essen wollen. Einen Streit darüber können Eltern eigentlich nur verlieren. Deshalb empfiehlt es sich, beim Thema Essen auf Kooperation setzen. Vor allem aber sollte deutlich werden, dass die Zeit bei Tisch ein erfreuliches Ereignis ist, das alle Familienmitglieder genießen können - auch kleine Suppenkasper. Am besten bleibt man gelassen, wenn Kinder mäkelige Esser sind. In aller

Regel legt sich das irgendwann, und umso eher, je mehr man sich darauf konzentriert, gemeinsam einen wöchentlichen Essensplan aufzustellen, einzukaufen und gesund zu kochen.

Eine Regel, die früh eingeführt werden kann, ist: Alles, was auf dem Tisch steht, wird einmal probiert, nicht nur die Nudeln, auch das Gemüse. Ein Teelöffel genügt erst mal. Stellt das Kind dann fest, dass es ihm nicht schmeckt, kann man sagen: «Das ist in Ordnung. Jetzt musst du warten, bis wir gegessen haben. Vielleicht möchtest du später noch von dem Obstsalat.» Das gekochte Gericht gegen den Fruchtjoghurt aus dem Kühlschrank umtauschen, das geht höchstens im Ausnahmefall. Keine Sorge, das Kind verhungert nicht! Eltern dürfen ruhig auf die nächste Mahlzeit setzen. Damit zwischendurch nicht ständig nach Schokolade und Keksen gequengelt wird, sollte Süßes überhaupt nicht im Vorratsschrank liegen. Schon Kindergartenkinder können stattdessen ein kleines Taschengeld bekommen, das sie beim Einkauf ruhig mal in eine Süßigkeit investieren dürfen. Schulkinder kaufen Colalutscher und Chips sowieso lieber selbständig.

 
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