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30 Krisen und Katastrophen –was dürfen Kinder wann wissen?

wissen?

Durch die Medien sehen und hören heute Kinder schon früh - fast -alles. Auf dem Weg zum Supermarkt und Kindergarten begegnen ihnen am Zeitungskiosk Schlagzeilen über Kindersoldaten, Menschenhandel und Umweltkatastrophen. Nachmittags zappen sie sich durch Talkshows, in denen es um Abtreibung, Prostitution und Kinderarmut geht - nicht selten am eigenen Fernseher.

Kinder, die mitbekommen, dass «etwas Schlimmes» passiert ist, wollen vor allem eine Antwort auf die Frage: «Kann das mir und meiner Familie auch passieren? Ist meine Welt sicher?» Die Kunst besteht darin, Fragen aufrichtig zu beantworten und gleichzeitig sein Kind zu beruhigen. Gelingt das, haben Kinder eine gute Chance, Katastrophenmeldungen zu verarbeiten. Im Übrigen sind Eltern die Gestalter des Alltags und können dafür sorgen, dass ihr Kind zumindest bei ihnen im Fernsehen nicht alles sieht.

Gegen Ende der Grundschulzeit beginnen Kinder die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zusammenhänge von Konflikten und Umweltkatastrophen zu verstehen. Jetzt kann es sinnvoll sein, dosiert und gemeinsam Nachrichten anzuschauen, Zeitung zu lesen, im Internet nach Hintergrundinformationen zu suchen und Bücher über Menschen zu lesen, die sich gegen Krieg und Gewalt engagieren, z.B. über Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Mutter Teresa oder Nelson Mandela. Das erweitert den Horizont und setzt Wissen an die Stelle von Angst. Aber auch hier gilt: keine «Katastrophen-Pädagogik», sondern lösungsorientiertes Denken, im Sinne von «das kannst du und das können wir als Familie tun». Diese Haltung lässt sich durch Engagement stärken. Kinder wollen und dürfen mitwirken. Praktisch alle Staaten haben dies mit ihrer Unterschrift unter die UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Gelegenheiten, sich zu engagieren, gibt es unter anderem bei www.greenpeace4kids.de,www.panfu.de,www.nabu.de, www. schuelerhelfenleben. de, www.junicef. de

 
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