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Klöster als Teil unserer Gesellschaft

67. Welche Funktion haben Klöster für unsere Gesellschaft?

Klöster kümmern sich um gesellschaftliche Randgruppen. Es gibt zahlreiche Ordenshäuser mit Einrichtungen für Obdachlose, in denen diese nicht nur mit Nahrung und Kleidung versorgt werden, sondern auch ärztliche Hilfe und eine Unterkunft erhalten, wenn dies nötig ist. Ein Beispiel hierfür ist die Obdachlosenhilfe in der Benediktinerabtei St. Bonifaz in der Karlstraße hinter dem Münchner Hauptbahnhof. Die Mönche haben dort eine tägliche Essensausgabe für obdachlose Frauen und Männer eingerichtet sowie eine kostenlose Kleiderausgabe. Darüber hinaus bieten sie unentgeltliche Duschmöglichkeiten und ärztliche Behandlungen in einer hauseigenen Praxis an.

Mit Einrichtungen für Betreutes Wohnen sowie Alten- und Pflegeheimen kümmern sich Klöster um behinderte und alte Menschen. Ein Beispiel für viele klösterliche Initiativen dieser Art sind die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul. Sie betreiben derzeit sechs Alten- und Pflegeheime in Bayern, in denen 550 alte Menschen ihren Lebensabend verbringen. Drei dieser Einrichtungen sind im Raum München.

Orden finanzieren auch Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, darunter Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Bildungshäuser. Als Beispiele kann man hier die Jugendeinrichtungen der Salesianer Don Boscos oder die Schulen der Maria-Ward-Schwestem nennen. Ohne diese klösterlichen Initiativen wäre das Angebot an geeigneten Plätzen für Kinder, Jugendliche und interessierte Erwachsene deutlich geringer.

Klöster sind Anlaufstellen für Menschen in Krisensituationen. Nonnen und Mönche stehen für Gespräche zur Verfügung, sind an sozialen Brennpunkten aktiv und helfen in vielfältiger Weise. Dieses Aufgabenfeld hat gerade in den letzten Jahren stark zugenommen. Ordensleute sind gefragte Gesprächspartner für gesellschaftlich akute Themen - und zwar über alle Konfessionsgrenzen hinweg. Darin sehen sie auch ihre Aufgabe als Seelsorger. Klöster und Ordensleute übernehmen in vielfältiger Weise gesellschaftlich relevante Aufgaben.

Ordensleute waren und sind als Ratgeber in vielen Lebenslagen gefragt. Hier wendet sich eine junge Frau mit ihrem Anliegen an einen betagten Ordensmann.

 
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