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3.3 Programmiersprachen

Nachfolgend betrachtet der Text die beiden Programmiersprachen, die für die Entwicklung von DesktopBusiness-Anwendungen unter Windows und für die Entwicklung von iOS-Apps relevant sind. Der Text gibt keine Einführung in die Programmiersprachen als solches, sondern erläutert deren Ursprung und stellt ein paar Besonderheiten heraus. Auch geht er nur auf die für die Arbeit relevanten Programmiersprachen ein.

3.3.1 C#

C# ist eine einfache, moderne, objektorientierte und typsichere Programmiersprache. Sie wurde im Jahre 2000 zusammen mit der ersten .NET-Framework Version 1.0 veröffentlicht. Zusammen mit dem Erfinder von Delphi, Anders Heijlsberg, entwickelte Microsoft die Programmiersprache C# eigens für die .NET-Plattform. Seinen Ursprung hat C# in den Elementen anderer Sprachen wie C/C++ und Java. Dennoch lassen sich keine Sprachelemente dieser Programmiersprachen in C# nutzen.

Vielmehr vereinigt C# Konzepte und Ideen dieser Programmiersprachen und nutzt deren Vorteile. C# ist gänzlich objektorientiert aufgebaut. Das lässt sich daran erkennen, dass sogar einfache Datentypen intern als Objekte behandelt werden.

Zur Ausführung benötigen C#-Programme eine entsprechende Laufzeitumgebung. In Windows stellt diese Laufzeitumgebung das .NET-Framework bereit. Die Programmiersprache C# begrenzt sich nicht nur auf das Microsoftumfeld. Durch die Standardisierung von C# im ECMA-334 können auch andere Plattformen diese Programmiersprache nutzen.

Durch die starke syntaktische Ähnlichkeit zu Java, gestaltet sich die Erlernung dieser Programmiersprache einfach. Verglichen mit Objective-C ist die Lernkurve deutlich steiler.

3.3.2 Objective-C

Die Programmiersprache Objective-C wurde in den 80er Jahren von Brad J. Cox und Tom Love erfunden und ist eine Erweiterung der Programmiersprache C. In Objective-C wurden die Sprachmittel von C für die objektorientierte Programmierung erweitert. Somit ist es möglich innerhalb von Objective-C auch Sprachelemente von C zu verwenden. Objective-C kann gleichermaßen für die Entwicklung von Mac OSAnwendungen und nativen iOS-Apps verwendet werden.

Objective-C weist für die objektorientierte Softwareentwicklung einige ungewohnte Sprachkonzepte auf. So wird beispielsweise eine Methode nicht mit der Punktnotation aufgerufen, sondern innerhalb einer eckigen Klammer. Das hat den Hintergrund, dass in Objective-C das Ausführen einer Methode dem Senden einer Nachricht entspricht.

Listing 3-1 Methodenaufruf in Objective-C

Dennoch wird in Objective-C nicht gänzlich auf die Punktnotation verzichtet. Das Setzen oder Lesen einer Eigenschaft erfolgt weiterhin mit der Punktnotation.

Listing 3-2 Setzen und Lesen von Eigenschaften

Das sind nur zwei Eigenheiten dieser Programmiersprache. Eine fundierte Einleitung in Objective-C liefern Stäuble und Koller.

 
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