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5 Empirische Analyse

Im folgenden Kapitel wird aufbauend auf den Erkenntnissen aus der Literaturrecherche eine Simulation durchgeführt, in welcher die Auswirkungen von IFRS 11 auf die Financial Covenants von DAX 30 Unternehmen, mit Ausnahme von Finanzdienstleistern, dargestellt werden.

Finanzdienstleister werden aus der Analyse ausgenommen, da sich ihre Bilanzstruktur grundlegend von Industrieunternehmen unterscheidet. Zudem werden für das Rating bzw. die Bewertung von Finanzdienstleistern grundlegend unterschiedliche Kennzahlen verwendet als für Industrieunternehmen. Fitch kalkuliert hierbei beispielsweise für den Bereich der Profitabilität Kennzahlen wie eine „Net Interest Margin“ oder eine „Cost to Income Ratio“. Ebenso wird die Qualität der Vermögenswerte analysiert. Im Bereich der Liquidität werden Kennzahlen wie „Loans to total Assets“ oder die „Interbank Ratio“ berechnet.

All diese Faktoren spielen für die Covenants von Industrieunternehmen, wie im vorigen Kapitel aufgezeigt, keine Rolle. Daher wäre eine Analyse von Finanzdienstleistern mit selbigen Kennzahlen nicht zielführend.

Für die Simulation wurde im Kapitel 2 bereits die Relevanz der IFRS für die Abschlusserstellung dargelegt. In weiterer Folge wurden in Kapitel 0 die aktuellen sowie zukünftigen Bilanzierungsstandards für Gemeinschaftsunternehmen ausgearbeitet. Als abschließende Basis für die Simulation wurde in Kapitel 0 die Relevanz von Financial Covenants dargestellt und es wurden basierend auf Studien geeignete Kennzahlen erarbeitet.

5.1 Simulationsmodell

Die empirische Analyse wird auf Basis einer Simulation durchgeführt. Die Simulation richtet sich hierbei nach Rabe/Spieckermann/Wenzel. Die grundsätzliche Vorgehensweise für die Simulation ist in der nachfolgenden Grafik schematisch dargestellt:

Abbildung 16: Simulation nach V+V

Die Simulation nach Verifikation und Validierung (V+V) hat als übergeordnetes Ziel, wirksam zu verhindern, dass aus einer Simulationsstudie fehlerhafte Resultate gewonnen werden. Ziel ist hierbei nicht der formale Nachweis der Validität eines Modelles, sondern die Bestätigung der Glaubwürdigkeit der Ergebnisse.

Innerhalb des Modells wird zwischen Phasenergebnissen, Modell sowie Daten unterschieden. Die Aufgabendefinition für die einzelnen Phasen findet sich in der oben gezeigten Abbildung in der mittigen Spalte. Für jede dieser Phasen ist ein zugehöriges Phasenergebnis definiert, welches den jeweiligen Output darstellen soll.

Die Zielbeschreibung stellt den Ausgangspunkt für eine Simulation dar. Sie muss alle notwendigen Parameter enthalten, welche für eine Durchführung der Simulation notwendig sind. In weiterer Folge wird bei einer Simulation nach V+V eine Aufgabenspezifikation erstellt. Darauf aufbauend erfolgen eine Systemanalyse, die Modellformalisierung sowie die Implementation. Parallel dazu sind die Phasen Datenbeschaffung bzw. Datenaufbereitung zu sehen.

Um den Ansprüchen einer verlässlichen Simulation gerecht zu werden und verlässliche Aussagen zu der getätigten Simulation treffen zu können, ist der empirische Teil dieser Arbeit daher in die oben gezeigten Schritte gegliedert.

 
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