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3. Methodik

Im Folgenden soll nun das methodische Vorgehen näher erläutert warden – um die Ergebnisse auf Hintergrundfakten der beiden Zeitungen beziehen zu können, werden diese auch kurz vorgestellt.

Durch die Betrachtung der Online- und Printversionen über denselben Zeitraum sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten festgestellt werden, um darauf aufbauend Hypothesen für die veränderte Rezeption formulieren zu können. Hierbei sollen gleichsam die beiden österreichischen Printmedien Standard und Krone für eine fundierte Exemplifikation verwendet werden.

Die Auswahl von hard news und soft news ist eines der Kriterien, ob ein Medium als Qualitätsoder Boulevardmedium einzuschätzen sei – vor allem bei den beiden gewählten Medien (Standard als Qualitätsmedium, Krone als Boulevardzeitung) könnten diese Ergebnisse von Belang sein.

Da eine ausführliche Historie der beiden Medien nicht im Rahmen dieser Arbeit liegen würde, konzentriert sich die kurze Vorstellung hauptsächlich auf wichtige Aspekte für die medienspezifischen Wandelerscheinungen wie etwa Applikationen oder Online-Auftritte. Im Anschluss daran werden zur besseren Veranschaulichung auch die Titelseiten kurz beschrieben. Da Titelseiten unter anderem dafür zuständig sind, die Aufmerksamkeit der RezipientInnen zu gewinnen, werden diese sowohl bei der Krone als auch beim Standard mit wiederkehrenden Elementen auf eine langfristige Kundenbindung ausgerichtet.

3.1. Methodisches Vorgehen

Für die Aufarbeitung der Forschungsfragen wird vorwiegend eine Inhaltsanalyse herangezogen – die Homepage-Startseiten werden quantitativ auf Kommunikationsinhalte geprüft und auf die Ressorts der gewählten Artikel untersucht.

„Die Vorteile dieser Methode liegen darin, dass sie vor allem zur Erhebung und Erforschung von sozialen und kulturellen Werten geeignet ist. Auch die Veränderungen dieser Werte im Laufe der Zeit und aufgrund von bestimmten Ereignissen lassen sich mit ihr gut untersuchen.“

Vor allem für die hier vorliegende Untersuchung ist dies von Vorteil, da die Veränderungen durch weitere Untersuchungen ersichtlich werden sollen.

Früh, 2007 bezeichnet die Inhaltsanalyse als geeignete Methode, um durch eine quantitative Analyse auf qualitative Ergebnisse zu kommen – dies geschieht durch eine kritische Interpretation der vorliegenden Erkenntnisse. Auch in Betrachtung der vorliegenden Problematik kann diese Methode zur Beantwortung der Forschungsfragen beitragen oder führen. Wie Früh, 2007 anführt, sind sowohl die eigenständige, als auch die zeitlich sehr freie Forschungsmöglichkeit Vorteile dieser Methode.

Vor allem in der Kommunikations- und Medienwissenschaft wird die Inhalts-

analyse als geeignete Forschungsmethode angesehen:

„Der Inhaltsanalyse geht es neben der rein formalen Beschreibung von Mitteilungen in der Regel um die wissenschaftliche Analyse von Kommunikationsvorgängen anhand von Aussage und Medium.“

Wie man am Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit feststellen kann, ist sowohl eine quantitativ-qualitative Betrachtungsweise, als auch der Hintergedanke an einen allgemeinen Kommunikationsvorgang gegeben – dies unterstützt die Wahl der Forschungsmethode.

Als Repräsentation der Grundgesamtheit, beziehungsweise als Stichprobe, wurden Der Standard und Die Kronen Zeitung als „österreichische Tageszeitungen“ ausgewählt. Vor allem die allgemeine Zuordnung der beiden zu Qualitätsbzw. Boulevardmedium unterstützt diese Wahl.

Renger und Wiesner, 2007 unterstreichen diese Tatsache beispielsweise durch die Forschungsergebnisse, dass sich in einer Erhebungswoche folgende Zahlen zu Artikeln tatsachenbetonte Darstellungsform im Bereich Politik festhalten lassen: Die Kronen Zeitung liefert lediglich 44 Artikel, wohingegen der Standard mehr als 150 Artikel dieser Darstellungsform aufweist.

Als geeigneter Zeitrahmen wurden 4 Wochen in den Monaten November und Dezember 2011 gewählt – die Grundlage der Forschung bilden tägliche Screenshots der beiden Homepages und Scans der Titelseiten der Printversionen, die stets im selben Zeitrahmen und bei der selben Bildschirmauflösung getätigt wurden.

 
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