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2. Verlustriicktrag

Im Gegensatz .zur Organschaft muss sich das deutsche Steuerrecht im Rahmen des Verlustriicktrag nicbt den internationalen Standards anpassen. Hierbei ist es eher so, dass sich die anderen Steuersysteme dem des deutschen anniihem Trotz dessen sind auch bier Verbessen.mgen moglich, denn die Moglichkeiten des Verlustriicktrag k.On nen mittelstandsfreundlicher ausgestaltet den. Des Weiteren k.Onnten die Wahl rechte eingeschriinkt werden, um die administrative .Aufwiindigk.eit zurilckzuscbrau ben. Aus diesen genannten Griinden soil der Hochstbetrag fiir den Verlustriicktrag auf 1 Mio. € angehoben werden. Das Wahlrecht, welches hierbei bestand, wird gleichzei tig gestrichen. Somit entsteht einerseits eine steuerliche Vereinfachung sowie gleich zcitig andererseits eine Entlastung fiir Mittelstandsunternehmen eingefiihrt wird Zu siitzlich wird in dem gleichem Atemzug das Wahlrecht .zur Begrenzung des Hochstbe trags gesetzlich gestrichen.

3. Endgiiltige Verluste

Die Rechtsprechung des Europiiischen Gerichtshofes besagt, dass Verluste, die aus einer ausliindischen Betriebsstiitte des inliindischen Unternehmens resultieren, beriick sichtigt werden miissen, soweit sie endgiiltig nicht mehr verrechnet werden kOnnen. Hierbei bestebt ein groBes Potential an Gestaltungsspielraum fiir die Unternehmen so wie die Gefahr, dass Verluste doppelt genutzt werden. Um diesen Missbrauch zu ver hindem, wird die Beriicksichtigung der endgiiltigen Verluste der ausliindischen Be

triebsstiitte auf das unionsrechtliche Erforderliche beschriinkt. Somit wird ebenfalls Steuerausal llen durch missbriiuchliche grenziiberscbreitende Gestaltungen wrgebeugt sowie einer ungerechtfertigten Verlustverschiebung itmerhalb der europiiischen Mit gliedsstaaten.

4. Dividerulcnbesteuenmg

Bei der Dividendenbesteuenmg besteht ein Problem hinsichtlich der hybriden Finan zienmg. Dieses Kapital kann wohl aufgruod seiner wreinbarten Konditionen in elem einem Staat als Fremdkapital qualifiziert werden und in elem anderen als Eigenkapital. Diese Wlterschiedliche Charakterisierung zieht nach sich, class Vergiituogen fiir die Kapitaliiberlassl.Ulg im Entstehungsstaat in Form wn Betriebsausgaben abgezogen werden, aber dafUr im Empflingerstaat als Gewinnanteile eentuell ermiBigt oder iiberhaupt nicht besteuert werden. Als Folge entstehen sogenannte nichtbesteuerte "weille Einkiinfte". Dies ist ein eindeutiger Missbrauch der Gestaltl.Ulgsmoglicbkeiten, den es wn gesetzgeberischer Seite her einzugrem.en gilt. Aus diesem Gnmd werden die Vorscbriften mr korrespondierenden Besteuerung gem. § 8b Abs. 1 Satz 2 KStG auch auf hybride Finanziefl.Ulgen ausgeweitet.

 
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